AgrarMarkt
Austria
AMA Adler

10.12.2012: Die FAO Preisindex-Ausgabe vom 6. Dezember 2012

über den Monat November berichtet über einen neuerlich leicht sinkenden Gesamtindexwert auf den internationalen Märkten


Zusammenfassung der FAO-Nahrungsmittel- und Produkt-Preisindizes, herausgegeben am 6. Dezember 2012 für den Monat November 2012:
  • Nahrungsmittel-Preisindex: 211 (gewogener Durchschnittswert der folgenden 5, in die Preisbeobachtung einbezogenen, Produktgruppen)
  • Getreide-Preisindex: 256
  • Öl-und-Fett-Preisindex: 200
  • Zucker-Preisindex: 274
  • Milchprodukte-Preisindex: 195
  • Fleisch-Preisindex: 175

Der FAO-Nahrungsmittel-Preisindex:
Der FAO-Nahrungsmittel-Preisindex lag im November 2012 auf
211 Indexpunkten und somit um 3 Indexpunkte unter dem Oktoberindex 2012 (214), ermäßigte sich gegenüber dem Novemberindexwert 2011 (216) um 5 Indexpunkte.

Der FAO-Produkt-Preisindex:
Der FAO-Produkt-Preisindex für die 5 Produktgruppen, der die Grundlage für den FAO-Nahrungsmittel-Preisindex, wie vorhin dargestellt, bildet, zeigt für den aktuellen Berichtsmonat folgendes Bild:
Der FAO-Getreide-Preisindex lag im November 2012 auf
256 Indexpunkten. Der Novemberindex 2012 lag damit um
4 Indexpunkte unter dem Oktoberwert 2012 (260).
Der Vergleich mit dem November 2011-Indexwert (229) zeigt ein massives Plus von 27 Indexpunkten.
Der bisher höchste FAO-Getreide-Preisindex wurde im April 2008 mit
274 Indexpunkten registriert.
Die Weizen- und die Reispreise notierten niedriger, und durch deren größeres Gewicht machten die Preissteigerungen bei Mais mehr als wett.

Der FAO-Öl-und-Fett-Preisindex
zeigte im November 2012 mit
200 Indexpunkten um einen um 6 Indexpunkte niedrigeren Warenkorbwert als im Oktober 2012 (206).
Der Vergleich mit dem November 2011-Indexwert (235) zeigt ein beachtliches Minus von 35 Indexpunkten.
Immerhin dauert die Preisermäßigung bei den Ölen und Fetten bereits den dritten Monat in Folge an. Hohe Palmölproduktion verbunden mit einer geringeren Nachfrage auf den Weltmärkten führt weiterhin zum Lageraufbau, und der wiederum ist die Ursache für Preisermäßigungen. Soja, Raps und auch Sonnenblumen stehen auch ausreichend für die Bedienung des Weltmarktes zur Verfügung.

Der FAO-Zucker-Preisindex
lag im November 2012 auf 274 Indexpunkten, sank um 14 Indexpunkte im Vergleich zur Oktober-Notierung 2012 (288).
Der Vergleich mit dem November 2011-Indexwert (340) zeigt ein massives Minus von 66 Indexpunkten.
Zucker zeigt die größte Preisvolatilität von allen 5 hier involvierten Produktgruppen auf der Zeitachse im Betrachtungszeitraum.
Es sind große Zuckermengen weltweit bei den wichtigen Exportnationen vorhanden. Auf der Nachfrageseite werden die Zuschussländer versuchen ihre Läger mit billigem Zucker zu füllen.

Der FAO-Milchprodukte-Preisindex
stieg im November 2012 auf
195 Indexpunkte. Das bedeutet im Vergleich zum Oktober 2012 Indexwert (194) eine minimale Steigerung um einen Index-Punkt.
Der Vergleich mit dem November 2011-Indexwert (201) zeigt im Gegensatz dazu ein Minus von 6 Indexpunkten.
Auf der Angebotsseite ist etwas Zurückhaltung zu beobachten, während die weltweite Nachfrage weiterhin sehr ausgeprägt ist.

Der FAO-Fleisch-Preisindex
lag im November 2012 auf 175 Indexpunkten. Der November 2012 Wert lag damit um einen Indexpunkt unter dem Oktober 2012-Indexwert (176), und liegt weiterhin unter dem überhitzten Jahres-Rekord 2012 des Monates April (180).
Der Vergleich mit dem November 2011-Indexwert (181) zeigt ein mäßiges Minus, nämlich von 6 Indexpunkten.
Für die Indexermäßigung im November war der Rückgang der Notierung für das Schweinefleisch maßgebend, während alle anderen Fleischarten sehr fest notierten. Klagen sind oft wegen der hohen Futtermittelpreise zu hören, die sehr auf die Spanne der Fleischindustrie drücken.

Methodologie des monatlichen FAO-Preisberichtes:
  • Der FAO-Nahrungsmittel-Preisindex stellt eine Maßzahl über die monatliche Änderung der Preise auf den internationalen Märkten dar.
  • Der FAO-Produkt-Preisindex wird individuell für 5 Produktgruppen (Getreide, Öl und Fett, Zucker, Milchprodukte, Fleisch) berechnet.
  • Der FAO-Produkt-Preisindex der 5 individuellen Produktgruppen bildet die Grundlage für den FAO-Nahrungsmittel-Preisindex.
  • Der FAO-Nahrungsmittel-Preisindex wird aus dem gewogenen Durchschnitt der Preisindizes der 5 Produktgruppen berechnet.
  • Der Durchschnitt der 5 individuellen Produktgruppen repräsentiert wiederum insgesamt 55 weltweite Notierungen.
  • Die Gewichtung des individuellen FAO-Produkt-Preisindexes der 5 Produktgruppen erfolgt mit ihren jeweiligen Exportanteilen in den Jahren 2002-2004.
  • Nachträgliche Berichtigung der Indexreihe ist möglich und üblich. Daher muss für Vergleichszwecke immer die allerjüngste Ausgabe des FAO-Nahrungsmittel-Preisindexes herangezogen werden.