AgrarMarkt
Austria
AMA Adler

News vom 8.3.2001
Presseinformation

Die BSE-Krise lehrt: "Mit Vernunft in die Zukunft"

81% der ÖsterreicherInnen glauben an Krisenbewältigung

(Wien, 7. März 2001, AMA) "Die AMA startet demnächst eine breit angelegte Infokampagne für Fleisch, um das Vertrauen der Konsumenten wieder aufzubauen und Absatzimpulse zu setzen. Bestätigt werden wir durch das Ergebnis einer Umfrage des Market Instituts. Danach glauben 81% der ÖsterreicherInnen, dass das Vertrauen der Konsumenten in Fleisch zurückgewonnen werden kann," erklärte Dr. Stephan Mikinovic, Geschäftsführer der Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH. (AMA).

Die Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH. hat mehrere Studien zum Thema "Fleischkrisen aus der Sicht der Verbraucher" in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse belegen eine optimistische Grundstimmung unter der österreichischen Bevölkerung. Die Erwartungen an Politik, Handel, Industrie und Landwirtschaft sind hoch, jedoch zeigt sich gleichermaßen das Bewusstsein, seinen ganz persönlichen Beitrag leisten zu können, analysierte Dr. Helene Karmasin vom Institut für Motivforschung. "Bei den Gruppendiskussionen sagten viele Menschen sinngemäß: Es ist eigentlich traurig, dass wir ganz den Sinn für den Wert von Lebensmitteln verloren haben".
Suche nach den Schuldigen - Bauern freigesprochen Nach Meinung der Befragten liegt die Hauptverantwortung für die BSE-Krise bei den Futtermittelherstellern und den industriellen Zucht- und Mastbetrieben. Aber auch die EU sowie Handelsorganisationen werden von mehr als der Hälfte der Befragten genannt. Immerhin jeder 3. Konsument fühlt sich mitschuldig. Die geringste Schuld wird den Schlachthöfen, Fleischern und Kleinbauern zugesprochen. Bauern seien die Opfer von Futtermittelherstellern geworden, die durch die Chemiekonzerne beeinflusst würden und die Politik sei ihrer Verpflichtung zur Kontrolle nicht gerecht geworden.

Obwohl der Rindfleischkonsum zur Zeit eingeschränkt wird, ist Fleisch nach wie vor ein wichtiger Bestandteil von Mahlzeiten und zum Genießen. Fleisch spielt außerdem immer eine Rolle bei "besonderen Gelegenheiten" wie festlichen Einladungen, um Menschen zu verwöhnen und ihnen zu zeigen, dass man sie schätzt.
80 % der Verbraucher unbeeindruckt: Ernährungsverhalten bleibt gleich, Preise dürfen auch steigen.

Während sich die Österreicher bei den Ernährungsgewohnheiten unbeeindruckt zeigen (bei fast 80% der Befragten unverändert), besteht bei immerhin knapp 90% der Konsumenten die Bereitschaft, höhere Preise für Lebensmittel zu bezahlen. Dabei würden etwa 44 % der Konsumenten bis zu 10 % mehr zahlen und immerhin 45 % (also fast jeder zweite!) würde sogar noch tiefer in die Tasche greifen und mehr als 10 % Preiserhöhung akzeptieren - allerdings nur bei strengen Kontrollen von Schlachtbetrieben, Handel, Fleischereien und Bauernhöfen. Das fordern praktisch alle Befragten eindeutig (93-97 %).
Hohe Bedeutung haben auch das Fütterungsverbot von Tiermehl, deklarierte Herkunft von Lebensmitteln und Rohstoffen sowie die Kennzeichnung geprüfter Qualität. Auch ein größeres Angebot an biologisch erzeugten Lebensmitteln ist ein häufig genannter Wunsch. Immerhin drei von vier Befragten erklären außerdem, dass sie auf Gütezeichen achten.

AMA-Gütesiegel an der Spitze der Bekanntheit
In Sachen Bekanntheit steht das AMA Gütesiegel mit über 70 % spontaner und sogar stolzen 96 % gestützter Bekanntheit unangefochten an der Spitze. Alle anderen Zeichen liegen weit abgeschlagen dahinter.

"Für uns ist die erhobene Forderung nach frischen, qualitativ hochwertigen Lebensmitteln, deren Herkunft nachvollziehbar ist, einerseits Bestätigung unseres bisherigen Weges und andererseits Ansporn für die Zukunft. Dass Konsumenten Produkte mit möglichst kurzen Transportwegen und nachvollziehbarer Herkunft wünschen, stellt eine Chance für die Bauern dar: Sie müssen auf kontrollierte Qualität und absolute Frische setzen, die dann in der Versorgungskette bis zum Verbraucher gelangen muss. Die Devise kann also lauten: Mit Vernunft in die Zukunft", zog Dr. Stephan Mikinovic ein optimistisches Resümee.
Die Grafiken (im PDF-Format) zur Presseaussendung können Sie hier
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