Gemeinsame Agrarpolitik (GAP nach 2013)
Die Visionen über die „Gemeinsame Agrarpolitik nach 2013“ werden in den nächsten Jahren ein Diskussionsbereich mit erhöhter Aufmerksamkeit seitens der Politik, Verbände, Institutionen und der Wissenschaft sein.
Am 12. Oktober 2011 legte die Kommission ein Paket von Rechtsvorschlägen vor mit dem Ziel, die GAP wirksamer zu machen im Hinblick auf eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Landwirtschaft und einen lebendigen ländlichen Raum.Nach einer Debatte im Europäischen Parlament und dem Rat wird die Verabschiedung der verschiedenen Verordnungen und Durchführungsbestimmungen bis Ende 2013 erwartet, mit dem Ziel des Inkrafttretens der GAP-Reform zum 1. Januar 2014.
Eine Information der Europäischen Kommission über die Gemeinsame Agrarpolitik nach 2013 finden Sie hier .....
Die Fragen zielen bei den Analysen und Diskussionen über die GAP nach 2013 auf:
- • Warum brauchen wir eine gemeinsame Agrarpolitik?
- • Was erwarten die Bürger von der Landwirtschaft?
- • Warum muss die Gemeinsame Agrarpolitik reformiert werden?
- • Welche Werkzeuge braucht die Gemeinsame Agrarpolitik nach 2013?
Welchen Herausforderungen muss sich die GAP nach 2013 dabei stellen? Die Kommission zählt dazu die folgenden 7 Punkte auf:
- 1. „Globalisierung“
- 2. „Ernährungssicherheit“
- 3. „Umwelt“
- 4. „Wirtschaft“, Steuerungsinstrumente für den Agrarmarkt. Verbindungen innerhalb der Nahrungskette
- 5. „Raumentwicklung“ ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum im ländlichen Raum
- 6. „Vielfalt“ durch die Erweiterung der Europäischen Union
- 7. „Einfachheit“, eine einfache und verständliche Gemeinsame Agrarpolitik
Der Blick nach vorne
Das Streben nach der Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 ist in zwei umfangreiche Visionen über die Zukunft der Europäischen Union als Gesamtrahmen eingebettet.
Für die Europäische Union beginnt demnach das Morgen bereits heute in allen Bereichen.
Das erste der beiden Dokumente ist eine Mitteilung der Kommission der Europäischen Union vom 3. März 2010 mit dem Titel:
„EUROPA 2020 Eine Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum“
Diese Dokumentation spannt einen ganz großen Bogen über die erwartete Entwicklung der nächsten 10 Jahre in der Europäischen Union.
Der Rat der Europäischen Union wagt sich um noch zusätzliche 10 Jahre in die Zukunft und hat einen Auftrag an eine Gruppe von Vordenkern (reflexion group) erteilt, die ihre Ergebnisse in Mai 2010 in der Dokumentation:
„PROJEKT EUROPA 2030“
veröffentlichte. Der Kern dieser Aussage ist „die dramatische Transformation“, die in den nächsten zwei Jahrzehnten in der Europäischen Union und weltweit stattfinden wird.
EUROPA 2020 - Eine Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum
PROJEKT EUROPA 2030 - Herausforderungen und Chancen
EUROPE 2020 - A European strategy for smart, sustainable and inclusive growth
PROJECT EUROPE 2030 - Challenges and Opportunities

