Weiterbildungsverpflichtung bei der Maßnahme "Alpung und Behirtung"

01.02.2017 Kursbesuch für den Behirtungszuschlag ist bis spätestens Ende 2017 zu absolvieren

Wenn im Förderjahr 2017 der Almbetrieb an der Option "Behirtungszuschlag" teilnimmt, sind gemäß den Vorgaben der Sonderrichtlinie ÖPUL 2015 innerhalb der Programmperiode, aber spätestens bis zum 31. Dezember 2017, fachspezifische Kurse im Mindestausmaß von vier Stunden zu absolvieren.

Der verpflichtende Kursbesuch ist unabhängig von der Vorqualifikation bei einem geeigneten Bildungsanbieter vorzunehmen. Die Inhalte des Kurses oder der Veranstaltung müssen in maßgeblichem Zusammenhang mit der Almbewirtschaftung stehen. Die Weiterbildungsverpflichtung richtet sich grundsätzlich an den Almbewirtschafter (Obmann/Obfrau). Der fachspezifische Kurs kann auch von einer maßgeblich in die Bewirtschaftung eingebundenen Person (z.B. Hirte) absolviert werden. Auch ein Auftreiber kann die Weiterbildungsverpflichtung erfüllen, wenn er nachweislich maßgeblich in die Bewirtschaftung eingebunden ist (z.B. maßgebliche Entscheidungen auf der Alm trifft). Gegebenenfalls kann der Kurs auch von zwei Personen aufgeteilt absolviert werden, z.B. zwei Stunden vom Almobmann und zwei Stunden von einem Hirten. Eine Doppelanrechnung von Kurseinheiten auf andere Weiterbildungsverpflichtungen wie z.B. im Rahmen der Maßnahme "Umweltgerechte und biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung" ist nicht möglich.

Eine Liste mit anerkannten Bildungsträgern für die Maßnahme "Alpung und Behirtung" ist unter www.ama.at/Fachliche-Informationen/Oepul/Listen zu finden.

Stichtag für den Nachweis ist der 31. Dezember 2017

Bei Teilnahme an der Option "Behirtungszuschlag" im Förderjahr 2017 ist der 31. Dezember 2017 der Stichtag für die Prüfung der erforderlichen Weiterbildungsverpflichtung. Zu diesem Zeitpunkt müssen der Almbewirtschafter oder eine maßgeblich in die Almbewirtschaftung eingebundene Person die Kursverpflichtung nachweisen können. Grundsätzlich sollte die geschulte Person auch bis 31. Dezember 2017 dem Almbetrieb zugehörig sein. Die geschulte Person muss zumindest in die Almbewirtschaftung in der Vegetationsperiode (im Sommer 2017) eingebunden sein, um den Kursnachweis als erfüllt berücksichtigen zu können. Scheidet die geschulte Person bereits vor der Vegetationsperiode 2017 aus der Almbewirtschaftung aus (z.B. Neuwahl Obmann, neuer Hirte), muss eine andere Person die Schulung fristgerecht besuchen. Verlässt die geschulte Person nach der Vegetationsperiode 2017 bzw. nach dem 31. Dezember 2017 den Almbetrieb, so gilt die Auflage als erfüllt, ohne dass ein Kurs erneut besucht werden muss.

Die Kursbesuchsbestätigung wird vom Bildungsanbieter ausgestellt. Sie ist am Betrieb aufzubewahren. Die AMA kann die Kursbesuchsbestätigung im Rahmen einer Vor-Ort-Kontrolle verlangen oder auch direkt vom Almbetrieb anfordern. Wird im Förderjahr 2017 nicht an der Option "Behirtungszuschlag" teilgenommen, erfolgt keine Überprüfung des Kursbesuchs.

Weitere detaillierte Informationen zur Maßnahme "Alpung und Behirtung" sind im gleichnamigen Maßnahmenerläuterungsblatt unter www.ama.at/Fachliche-Informationen/Oepul/Formulare-Merkblaetter zu finden.