Schulung und Weiterbildung im ÖPUL 2015

21.02.2018 Weiterbildungskurse für bestimmte Maßnahmen sind bis spätestens Ende 2018 zu absolvieren

Für einzelne ÖPUL-Maßnahmen besteht die Verpflichtung zur Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen. Bei den meisten Maßnahmen endet im Kalenderjahr 2018 die Frist, den Kursverpflichtungen nachzukommen. Für Almbetriebe endete die vorgegebene Frist für fachspezifische Kurse bereits mit 31. Dezember 2017, wenn der Almbetrieb im Förderjahr 2017 an der Option "Behirtungszuschlag" teilgenommen hat. Betriebe, die am "Regionalen Naturschutzplan" im Rahmen der Maßnahme "Naturschutz" teilnehmen, müssen die in der Projektbestätigung festgelegte Weiterbildungsverpflichtung erfüllen.

Weiterbildungsverpflichtungen bis spätestens 31. Dezember 2018

Wenn ein Betrieb im Förderjahr 2018 an nachfolgend angeführten Maßnahmen teilnimmt, sind gemäß den Vorgaben der Sonderrichtlinie ÖPUL 2015 innerhalb der Programmperiode, aber spätestens bis zum 31. Dezember 2018, fachspezifische Kurse in einem vorgegebenen Mindestausmaß zu absolvieren.

Maßnahme Mindestausmaß an Kursstunden
Umweltgerechte und biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung 5
Biologische Wirtschaftsweise bzw. Biologische Wirtschaftsweise - Teilbetrieb 5
Vorbeugender Grundwasserschutz auf Ackerflächen 12
Vorbeugender Grundwasserschutz auf Ackerflächen - Option Pilotprojekt Humusaufbau und Erosionsschutz in Wien zusätzlich 3
Vorbeugender Grundwasserschutz auf Grünlandflächen 3
 

Die Inhalte der Kurse oder der Veranstaltungen müssen in maßgeblichem Zusammenhang mit der Maßnahme stehen. Doppelanrechnungen einzelner Kurse für eine andere ÖPUL-Maßnahme oder für eine andere verpflichtende Weiterbildung (zum Beispiel Pflanzenschutz-Sachkundenachweis) sind nicht möglich. Ein Betrieb, der beispielsweise an "Umweltgerechte und biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung" und "Vorbeugender Grundwasserschutz auf Ackerflächen" teilnimmt, hat somit Kurse im Ausmaß von insgesamt 17 Stunden zu absolvieren.

Wer bietet Kurse an?

Die Kurse werden von anerkannten Bildungsträgern angeboten. Eine Liste mit sämtlichen anerkannten Bildungsträgern und anerkannten Einzelkursen für die betroffenen ÖPUL-Maßnahmen ist unter www.ama.at/Fachliche-Informationen/Oepul/Listen zu finden.

Wer soll den Kurs absolvieren?

Die Verpflichtung richtet sich grundsätzlich an die Betriebsführerin bzw. den Betriebsführer, wobei der Kurs auch von einer maßgeblich am Betrieb tätigen und in die Bewirtschaftung eingebundenen Person absolviert werden kann. Der verpflichtende Kursbesuch ist unabhängig von der Vorqualifikation beim Bildungsanbieter vorzunehmen. Die gesamten Kursstunden müssen nicht von einer einzelnen Person absolviert werden, sondern dürfen auch zwischen mehreren maßgeblich am Betrieb beteiligten Personen aufgeteilt werden.

Der Grundsatz, dass bei zwei Betrieben zwei Kurse von zwei verschiedenen Personen erforderlich sind, ist zu beachten. Es ist nur in absoluten Ausnahmefällen möglich, dass besuchte Kurse einer Person auf mehrere Betriebe angerechnet werden können (z.B. wenn der Geschäftsführer einer GmbH auch als natürliche Person einen Betrieb führt).

Stichtag für den Nachweis ist der 31. Dezember 2018

Bei Teilnahme an den angeführten Maßnahmen ist der 31. Dezember 2018 der Stichtag für die Prüfung der erforderlichen Weiterbildungsverpflichtung. Zu diesem Stichtag müssen die Betriebsführerin bzw. der Betriebsführer oder die maßgeblich in die Bewirtschaftung eingebundene Person die Kursverpflichtung nachweisen können. Scheidet die geschulte Person vor dem 31. Dezember 2018 aus dem Betrieb aus, muss eine andere Person die Schulung fristgerecht besuchen. Stellt sich heraus, dass dadurch die Schulungsverpflichtung bis 31. Dezember 2018 für die andere Person nicht zu schaffen ist, besteht nur mehr die Möglichkeit, vor dem 31. Dezember 2018 bei der AMA um Fristerstreckung anzusuchen.

In begründeten Fällen kann die AMA einem derartigen Ersuchen nachkommen. Verlässt die geschulte Person nach dem 31. Dezember 2018 den Betrieb, so gilt die Auflage als erfüllt, ohne dass ein Kurs erneut besucht werden muss.

Kursbesuchsbestätigung aufbewahren

Die Kursbesuchsbestätigung wird vom Bildungsanbieter ausgestellt und wird von der AMA im Rahmen von Vor-Ort-Kontrollen überprüft. Der Nachweis der erforderlichen Kursverpflichtung ist eine Voraussetzung, um die Prämie der betroffenen Maßnahme in voller Höhe erhalten zu können.

Weitere detaillierte Informationen zu den einzelnen Maßnahmen sind im jeweiligen Maßnahmenerläuterungsblatt unter www.ama.at/Fachliche-Informationen/Oepul/Formulare-Merkblaetter zu finden.