Begrünung von Ackerflächen – Zwischenfruchtanbau

12.08.2019 Anlagezeitpunkt für Variante 3 und 4 beachten

Teilnehmer an der ÖPUL-Maßnahme „Begrünung von Ackerflächen – Zwischenfruchtanbau“ müssen mindestens 10 % ihrer Ackerfläche mit Zwischenfrüchten begrünen. Dafür stehen sechs verschiedene Varianten zur Verfügung, welche sich insbesondere beim Anlage- und Umbruchzeitpunkt unterscheiden. Betriebe, welche die Begrünungsvarianten 3 oder 4 bereits im Mehrfachantrag-Flächen 2019 vorangemeldet haben bzw. diese im Herbstantrag 2019 beantragen wollen, müssen folgende Termine und Voraussetzungen beachten:

Variante 3

  •  Die Anlage der Begrünungsfläche muss spätestens am 20. August 2019 erfolgen.
  • Der Umbruch darf frühestens am 15. November 2019 vorgenommen werden.
  • Die Aussaat muss mindestens drei Mischungspartner beinhalten. Die Mischung kann aus winterharten oder abfrostenden Arten bestehen.
  • Mineralische Stickstoffdünger und Pflanzenschutzmittel sind vom Zeitpunkt der Anlage der Begrünung bis zum Ende des Begrünungszeitraumes verboten.

Variante 4

  • Die Anlage der Begrünungsfläche muss spätestens am 31. August 2019 erfolgen.
  • Der Umbruch darf frühestens am 15. Februar 2020 vorgenommen werden.
  • Die Aussaat muss mindestens drei Mischungspartner beinhalten. Die Mischung kann aus winterharten oder abfrostenden Arten bestehen.
  • Mineralische Stickstoffdünger und Pflanzenschutzmittel sind vom Zeitpunkt der Anlage der Begrünung bis zum Ende des Begrünungszeitraumes verboten.

Hinweis


Für Betriebe, welche gleichzeitig an der Maßnahme „Mulch- und Direktsaat (inkl. Strip-Till)“ teilnehmen, gilt Folgendes:

Im Anschluss an die gemäß den Begrünungsvarianten 4, 5 oder 6 im Rahmen der Maßnahme „Begrünung von Ackerflächen – Zwischenfruchtanbau“ angelegte Begrünung muss der Anbau von erosionsgefährdeten Kulturen (z.B. Mais, Zuckerrüben, Kartoffeln, Sonnenblumen, Soja, Ackerbohnen, Gemüse und ähnliche Feldfrüchte) mittels Mulch- oder Direktsaat oder mittels Strip-Till-Verfahren erfolgen. Betroffene Flächen müssen daher bereits im Herbstantrag 2019 mit Mulchsaatzuschlag beantragt werden. Details sowie eine Liste der erosionsgefährdeten Kulturen sind im jeweiligen Maßnahmenerläuterungsblatt unter www.ama.at/Formulare-Merkblaetter#5201 zu finden.
 

Auf die Erreichung einer flächendeckenden Begrünung ist durch eine ordnungsgemäße Anlage (Saatbettbereitung, Saatstärke, Saatzeitpunkt, Auswahl geeigneter Begrünungskulturen und Sägeräte) zu achten. Bei widrigen Witterungsbedingungen oder zwecks vorhergehender Ausfallgetreide-, Unkraut- und Schädlingsbekämpfung ist gegebenenfalls auf später anzulegende Varianten auszuweichen.

Wird trotz Anwendung fachgemäßer pflanzenbaulicher Maßnahmen keine vollständig flächendeckende Begrünung erreicht, weil dies auf außergewöhnliche Umstände wie ungünstige Witterungsverhältnisse oder Schädlingsdruck zurückzuführen ist, muss die Begrünungsvariante nicht abgemeldet werden. Im Fall einer Vor-Ort-Kontrolle können außergewöhnliche Umstände berücksichtigt werden, sofern sie belegt bzw. glaubhaft gemacht werden können und führen dann wegen Unabwendbarkeit zu keinen Beanstandungen.

Betriebe, die an der ÖPUL-Maßnahme „Begrünung von Ackerflächen – Zwischenfruchtanbau“ teilnehmen, erhalten Ende August schriftliche Informationen zur Antragstellung für den Herbstantrag 2019.