Hinweise zu Rindern bei den Maßnahmen "Tierschutz – Weide" und "Tierschutz – Stallhaltung"

15.04.2019 Meldungen müssen online auf www.eama.at erfasst werden, Aufzeichnungen sind bei "Tierschutz – Weide" tagaktuell zu führen

Die Teilnahme an der Maßnahme "Tierschutz – Weide" ist bei Rindern mit folgenden drei Kategorien möglich:

  • "Weibliche Rinder ab 2 Jahre, Kühe und Kalbinnen"
  • "Weibliche Rinder ab ½ Jahr bis unter 2 Jahre"
  • "Männliche Rinder ab ½ Jahr, ausgenommen Zuchtstiere" 

An der Maßnahme "Tierschutz – Stallhaltung" kann mit Rindern der Kategorie "Männliche Rinder ab ½ Jahr, ausgenommen Zuchtstiere" teilgenommen werden.

Rinder werden automatisch aus der Rinderdatenbank übernommen


Die prämienfähigen weiblichen und männlichen Rinder werden aus der Rinderdatenbank automatisch ermittelt und müssen nicht gesondert beantragt werden.

Eine ohrmarkenbezogene Erfassung im Mehrfachantrag-Flächen ist allerdings für jene weiblichen und männlichen Rinder erforderlich, die nicht prämienfähig sind. Das betrifft folgende Konstellationen:

  • Weidehaltung und Stallhaltung bei Teilnahme mit männlichen Rindern: Die am Betrieb zur Zucht eingesetzten Zuchtstiere, da diese von der Maßnahmenverpflichtung und Prämiengewährung ausgenommen sind.
  • Weidehaltung: Weibliche und männliche Rinder in den jeweiligen Kategorien, bei denen die Mindestweidedauer von 120 Tagen nicht eingehalten werden kann.
  • Stallhaltung: Männliche Rinder, welche die Bedingungen der Stallhaltung nicht erfüllen. 

Angabe von Ohrmarken im Mehrfachantrag-Flächen 2019

 
  • Zuchtstiere sind im Mehrfachantrag-Flächen 2019 hinsichtlich der Maßnahmen "Tierschutz – Weide" und "Tierschutz – Stallhaltung" online auf www.eama.at ohrmarkenbezogen im dafür vorgesehenen Eingabefeld "Ohrmarken hinzufügen/lesen – Zuchtstiere" zu erfassen.
  • Die in der Maßnahme "Tierschutz – Weide" nicht prämienfähigen weiblichen und männlichen Rinder sind im dafür vorgesehenen Eingabefeld "Ohrmarken hinzufügen/lesen – Mindestweidedauer nicht einhaltbar" online zu erfassen.
  • Bei der Maßnahme "Tierschutz – Stallhaltung" sind die nicht prämienfähigen männlichen Rinder im dafür vorgesehenen Eingabefeld "Ohrmarken hinzufügen/lesen – Teilnahmebedingungen nicht einhaltbar" abzumelden. 

Meldefristen

 

Stellt sich im Jahresverlauf 2019 heraus, dass weitere Rinder die Teilnahmebedingungen von 120 Mindestweidetagen bzw. der Stallhaltung nicht erfüllen und daher nicht prämienfähig sind, ist eine Meldefrist von 10 Tagen nach Bekanntwerden des Umstands zu beachten. Die Meldung an die AMA ist ausschließlich online auf www.eama.at durch die Abmeldung der betroffenen Tiere – wie oben beschrieben – möglich.  

Aufzeichnungspflichten bei Tierschutz – Weide

 

Für jedes Teilnahmejahr sind tagaktuelle und genaue Aufzeichnungen über die Weidehaltung von Rindern zu führen, diese werden im Rahmen von Vor-Ort-Kontrollen überprüft.

Eine Aufzeichnungsvorlage (Weideblatt) ist unter www.ama.at/Fachliche-Informationen/Oepul/Formulare-Merkblaetter zu finden. Dieses Weideblatt muss aber nicht zwingend verwendet werden. Es können auch formlose oder EDV-geführte Aufzeichnungen oder beispielsweise von der Landwirtschaftskammer zur Verfügung gestellte Vorlagen verwendet werden. Wichtig ist, dass die Dokumentation im Weideblatt alle erforderlichen Angaben enthält. Dazu zählen:

  • Anzahl der Weidetiere in der jeweiligen Tierkategorie
  • Weidebeginn
  • Weideende (Summe der Weidetage)
  • Weideort (Heimweide, Fremdweide, Alm)
  • tageweise Hinderungs- und Unterbrechungsgründe (z.B. Witterungsextreme, Krankheit, Brunft, Geburt etc.)

Ein Weidetag muss den wesentlichen Teil eines Tages umfassen und die Ernährung der Tiere während der Weideperiode hat hauptsächlich über die Beweidung zu erfolgen. Bei Auftrieben auf Almen und Gemeinschaftsweiden ist in den Aufzeichnungen zusätzlich die jeweilige Betriebsnummer anzugeben, die alleinige Alm/Weidemeldung Rinder ist nicht ausreichend. Vorsicht ist geboten, wenn Tiere innerhalb der Weideperiode in eine andere Alterskategorie wachsen. Hier ist sicherzustellen, dass die Bedingungen für die "neuen" Tiere in der jeweiligen Kategorie eingehalten werden und die Aufzeichnungen entsprechend erfolgen.  

Stallskizze und Belegungsplan bei Tierschutz – Stallhaltung

 

Die Teilnahme an der Maßnahme "Tierschutz – Stallhaltung" erfordert eine Stallskizze sowie den zugehörigen Belegungsplan. Dafür gibt es keine festgesetzte Formvorschrift. Im Idealfall werden die Stallskizze und der Belegungsplan in einem Dokument zusammengefasst. Für die Stallskizze bietet sich der Bauplan an. Der Belegungsplan ist für alle Abteile in Ställen (Boxen) zu führen, in denen sich die männlichen Tiere befinden und beinhaltet die maximal mögliche Anzahl an Tieren je Stallabteil. Diese berechnet sich aus der Buchtengröße laut Stallskizze und den Vorgaben zum Mindestplatzbedarf je Tier im Stallabteil.

Weitere Informationen zu den Maßnahmen "Tierschutz – Weide" und "Tierschutz – Stallhaltung" sind im Merkblatt ÖPUL 2015 sowie in den jeweiligen Maßnahmenerläuterungsblättern unter www.ama.at/Fachliche-Informationen/Oepul/Formulare-Merkblaetter zu finden.