Allgemeine Informationen

Die Entwicklung eines gemeinsamen Marktes für landwirtschaftliche Erzeugnisse in der Europäischen Union erfordert die Gestaltung und Organisation der Agrarmärkte. Zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbsstellung und zur Preisstützung bestimmter Erzeugnisse auf dem Agrarmarkt kann die Europäische Union unter anderem die Lagerhaltung als Maßnahme setzen.

In Österreich ist die Agrarmarkt Austria (AMA) für die Durchführung der Interventionsmaßnahmen zuständig. Es wird zwischen öffentlicher und privater Lagerhaltung unterschieden.

Bei der öffentlichen Lagerhaltung werden bestimmte lagerfähige Erzeugnisse von der AMA angekauft, von vertraglich beauftragten Lagerhaltern gelagert und wieder verkauft, sobald Bedarf an den Agrarmärkten besteht.

Bei der privaten Lagerhaltung werden Marktteilnehmer durch Beihilfen für die Lagerung ihrer Erzeugnisse unterstützt. Im Unterschied zur öffentlichen Lagerhaltung verbleibt die Ware bei der privaten Lagerhaltung im Besitz des Marktteilnehmers.

Die AMA informiert über die Durchführung der öffentlichen und privaten Lagerhaltung mittels Richtlinien, Bekanntmachungen bzw. Merkblättern und Formularen, die einen aktuellen Überblick über Ankaufs-, Lager- und Verkaufsbedingungen bieten. Rechtsgrundlagen sind die entsprechenden EU- und nationalen Verordnungen.