Schulobst- und -gemüseprogramm

Schulobst.jpgDas Schulobst- und -gemüseprogramm wurde im Schuljahr 2009/2010 erstmalig von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen und ist ein mit Gemeinschaftsbeihilfe kofinanziertes Programm.
Die Europäische Kommission stellt für das Schulobst- und -gemüseprogramm ab dem Schuljahr 2014/2015 EU-weit ein Gesamtbudget von 150 Mio. Euro zur Verfügung.
 
Im Schuljahr 2016/2017 wird das Schulobst- und -gemüseprogramm zu 75 % von EU-Mitteln unterstützt.
Zweck dieser Maßnahme ist es, den geringen Obst- und Gemüseverzehr von Kindern in der Phase, in der ihre Essgewohnheiten geprägt werden, nachhaltig zu erhöhen. Den Kindern soll vermittelt werden, dass Obst und Gemüse reich an lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen ist.

Die Agrarmarkt Austria ist bemüht, Kontakte zwischen Schulen und Lieferanten herzustellen!
Hier finden Sie eine Liste mit zugelassenen Lieferanten, welche auch die gesamte Abwicklung übernehmen und deren Liefergebiet.

Das Schulobst- und -gemüseprogramm wird an schulischen Einrichtungen und Kindergärten durchgeführt.
 
Beihilfefähige Erzeugnisse sind:
 
  • frisches Obst (ganz oder zerteilt und verpackt)
  • frisches Gemüse (ganz oder zerteilt und verpackt)
das ohne weitere Zubereitung (ausgenommen waschen, schälen und schneiden) verzehrt werden kann. Es sind vorzugsweise regionale und saisonale Produkte anzubieten.

75 % der NETTO-Produktkosten werden durch die EU gefördert. Es ist zu beachten, dass die restlichen 25 % der Produktkosten sowie die gesamte Umsatzsteuer durch eigene Mittel (Schüler/Eltern, Sponsoren,...) finanziert werden müssen.
 
Beihilfefähige flankierende Maßnahmen sind:
 
  • Veranstaltung von Verkostungen
  • Erstellung von Unterrichtsmaterialien zur allgemeinen Verwendung zur Aufklärung von Kindern über Landwirtschaft, gesunde Essgewohnheiten und Umweltthemen, die mit der Produktion, der Abgabe und dem Verzehr von Obst- und Gemüseerzeugnissen im Zusammenhang stehen
In der Regel übernimmt der Lieferant die administrative Abwicklung mit der AMA und beantragt deshalb vor der ersten Lieferung die Zulassung als Beihilfenempfänger (siehe Merkblätter und Formulare: Antrag auf Zulassung als Schulobst und -gemüse Beihilfeempfänger).

Beihilfenempfänger ist derjenige, der die administrative Abwicklung mit der AMA übernimmt (entweder Lieferant oder Schule) und letztendlich die Fördermittel (Beihilfe) beantragt und bezieht.
 
Ab dem Schuljahr 2016/2017 gibt es eine Zuteilung der Budgetmittel:
 
Einreichzeitraum Abgabe von Obst und Gemüse:
1. Zuteilung:      15.09.2016 bis 15.10.2016
2. Zuteilung:      Sofern nach der 1. Zuteilung noch Budgetmittel vorhanden sind, ist eine weitere Antragstellung zwischen 01.02.2017 und 28.02.2017 möglich.
 
Einreichzeitraum FLANKIERENDE MAßNAHMEN:
1. Zuteilung:      01.10.2016 bis 31.10.2016
2. Zuteilung:      Sofern nach der 1. Zuteilung noch Budgetmittel vorhanden sind, ist eine weitere Antragstellung zwischen 01.01.2017 und 31.01.2017 möglich.
 
Genaue Details zu den Maßnahmenabwicklungen sind den MERKBLÄTTERN zu entnehmen! (siehe Merkblätter und Formulare):

Poster

In jeder/m teilnehmenden Schule/Kindergarten ist ein Schulobst und -gemüse-POSTER deutlich sichtbar und lesbar im Haupteingangsbereich anzubringen.
Bei der Durchführung der Verkostung ist das Schulobst und -gemüse-POSTER gut sichtbar anzubringen.
Das Poster kann per E-Mail beim Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft bestellt werden:
siehe Kontakt

Unterrichtsmaterialien für Schulen

Schulen können sich hier Unterrichtsmaterial GRATIS downloaden.
Unterrichtskoffer der AMA-Marketing GmbH können  hier bestellt werden.

Daten über das Schuljahr 2015/2016


Insgesamt kamen ~ 69.300 Kindergartenkinder, ~ 125.600 Volksschulkinder und ~ 120.900 Kinder in anderen Pflichtschulen und berufsbildenden Schulen in den Genuss dieser Aktion.

208 Beihilfeempfänger haben Anträge auf Schulobst- und -gemüsebeihilfe eingereicht.
Davon waren 111 Schulen, Kindergärten oder Elternvereine, 31 Händler,
30 öffentliche Körperschaften, 10 private Körperschaften und 26 Produzenten.

Insgesamt wurden im Rahmen des Schulobst- und -gemüseprogramms 1.147,16 Tonnen Obst und Gemüse (ca. 81 % Obst und ca. 19 % Gemüse, davon ca. 57 % konventionelle und 43 % BIO Produkte) an Kinder verteilt. Rund 40 verschiedene Obst -und Gemüsearten wurden zur Förderung eingereicht und ausbezahlt, wobei der Apfel mit Abstand das beliebteste Produkt war.

Für die Maßnahmen des Schulobst- und -gemüseprogramms standen im Schuljahr 2015/2016 EUR 2.739.273 an EU-Budget zur Verfügung.

2.689 teilnehmende Schulen/Kindergärten im Schuljahr 2015/2016:

Nach Art der Einrichtung:
Volks-
schule
Kinder-
garten
Neue Mittel-
schule/Haupt-
schule
AHS Sonder-
schule
BHS Berufsschule Pol.
Schule
Hort Sonstige
1.078 1.050 310 68 72 43 23 28 8 9

Nach Bundesländern:
Wien Stmk. Vlbg. Tirol Sbg. Bgld. Ktn.
280 862 389 319 158 133 95 28 425