EU-Preisindex für September 2021

17.11.2021 Mais mit Preiseinbußen -10,4 % , Rapssaat zum Vormonat +7,8 %. Preis für Durumweizen zum Vorjahr +63,2 %, Schweinefleisch -5,7 % unter Vorjahr.

Die folgende Aktualisierung der Preise und Preisindizes für ausgewählte landwirtschaftliche Produkte und Konsumentenpreise für Lebensmittel in der Europäischen Union beruht auf der Ausgabe Nr. 112 („Commodity Price Dashboard“) vom 22. Oktober 2021.

Entwicklung der Preise für ausgewählte landwirtschaftliche Produkte in der EU

 
 

Jährliche Änderung von
September 2021 zu September 2020 in %

Monatliche Änderung von September 2021 zu August 2021 in %

Mahlweizen +31,2 +3,7
Durumweizen +63,2 +1,7
Mais +49,9 -10,4
Gerste +33,6 +2,9
Rindfleisch +13,9 +2,4
Schweinefleisch -5,7 -5,6
Hähnchenfleisch-Broiler +5,9 -1,3
Butter +18,2 +3,7
Cheddar-Käse +8,9 +0,1
Magermilchpulver +22,6 +4,9
Vollmilchpulver +19,7 +3,4
Rapssaat +53,1 +7,8
Weißzucker +8,5 +2,5


Die größten Preiseinbußen im September 2021 zum Vormonat waren bei Mais (-10,4 %), die größten Preisanhebungen fand man bei Rapssaat (+7,8 %). Der Getreide-Bereich nahm am Monatsanfang zum Vormonat deutlich mit Werten zwischen +1,7 % (Durumweizen) und +3,7 % (Mahlweizen) ab. Der Fleisch-Sektor zeigte bei  Rindfleisch (+2,4%) wieder ein Plus, bei Hähnchenfleisch (-1,3 %) und Schweinefleisch (-5,6 %) ging es weiterhin bergab. Der Milchsektor stabilisierte sich wieder etwas, ein Plus bei Magermilchpulver (+4,9 %), Butter (+3,7 %) und Vollmilchpulver (+3,4 %), bei Cheddar-Käse (+0,1 %) war der Preisabfall weiterhin sichtbar. Rapssaat (+7,8 %) erholte sich wieder deutlich. Weißzucker (+2,5%) war steigend im Vergleich zum Vormonat . 

Im Jahresvergleich für September stachen die Preise für Durumweizen (+63,2 %) hervor. Die Preise für Rapssaat (+53,1 %), Mais (+49,9 %), Gerste (+33,6 %) und Mahlweizen (+31,2 %) stiegen an. Die übrigen Preiszuwächse waren zwischen Magermilchpulver (+22,6 %) und Hähnchenfleisch (+5,9 %) angesiedelt. Nur bei Schweinefleisch war ein Minus zu erkennen (-5,7 %).

Entwicklung der Konsumentenpreise für Lebensmittel (Verbraucherpreisindex) in der EU

Im Monatsvergleich fiel der EU-weite Verbraucherpreisindex (HVPI) für den Teilindex Lebensmittel im September 2021 gegenüber dem Vormonat um -0,1 %. Am stärksten kletterten  die Konsumentenpreise der Produktgruppe „Gemüse“ (+0,5 %) nach oben. Die weiteren Preiszunahmen verteilten sich zwischen „Öle und Fette“ (+0,3 %) und „Getreide und Brot“ (+0,1 %). Preisreduzierungen gab es bei „Zucker, Marmelade, Honig, Schokolade und Konfekt“ (-0,2 %), „Fleisch“ (-0,1 %), „Fisch und Meeresfrüchte“ (-0,3 %) und „Früchte“ (-0,9 %). Gleichbleibend zum Vormonat zeigte sich „andere Produkte“ (0,0 %). Der generelle Verbraucherpreisindex spiegelte mit +0,5 % ein Plus.

Gegenüber dem Vorjahr wuchs der EU-weite Verbraucherpreisindex (HVPI) für den Teilindex Lebensmittel im September 2021 um + 2,3 %.  Die mit Abstand größten Steigerungen verzeichneten im Vergleichszeitraum „Öle und Fette“  (+8,4%). Die vom Index erfassten Produktgruppen „Früchte“ (+0,1 %) und „Gemüse“ (+4,9 %) umschließen die übrigen Konsumentenpreise. Der generelle Verbraucherpreisindex nahm im September gegenüber dem Vorjahr um +3,6 % zu.

Methodologie für die Ermittlung der Preisentwicklung ausgewählter landwirtschaftlicher Produkte in der EU im Monats- und Jahresvergleich:

Die Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013 über eine gemeinsame Organisation für landwirtschaftliche Erzeugnisse mit den dazugehörigen Kommissionsverordnungen über die Preiserhebungen bei ausgewählten Produkten verpflichtet alle Mitgliedstaaten zu periodischen Preismeldungen. Diese Meldungen bilden die Basis für die hier durchgeführte Preisindexberechnung. 11 wichtige Produkte werden von der DG-AGRI ausgewählt und diese für die EU als Prozentänderung gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahr als gewogener Durchschnitt dargestellt.

Methodologie für die Ermittlung der Entwicklung der Preise für Lebensmittel (Verbraucherpreisindex) in der EU im Monats- und Jahresvergleich:

Die Preisindexberechnung obliegt in den Mitgliedstaaten den nationalen statistischen Ämtern (VPI und HVPI). Der Verbraucherpreisindex (VPI) ist ein Maßstab für die allgemeine Preisentwicklung bzw. für die Inflation in den einzelnen Staaten. Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) ist die Grundlage für die vergleichbare Messung der Inflation in der Europäischen Union. Die Preisindexberechnung für die Europäische Union errechnet und veröffentlicht das EUROSTAT.

Den kompletten Monatsbericht im Original mit den Tabellen entnehmen Sie bitte hier!