EU-Preisindex für Dezember 2019

28.01.2020 Schweinefleisch gegenüber dem Vormonat +4,7 % gestiegen. Preis für Gerste zum Vorjahr um - 18,7 % gefallen, Magermilchpulver +49,4% über Vorjahresniveau.

Die folgende Aktualisierung der Preise und Preisindizes für ausgewählte landwirtschaftliche Produkte und Konsumentenpreise für Lebensmittel in der Europäischen Union beruht auf der Ausgabe Nr. 91 („Commodity Price Dashboard“) vom 24. Jänner 2020.

Entwicklung der Preise für ausgewählte landwirtschaftliche Produkte in der EU

 

Jährliche Änderung von
Dezember 2019 zu Dezember 2018 in %

Monatliche Änderung von Dezember 2019 zu November 2019 in %

Mahlweizen -9,6 +2,2
Durumweizen +21,1 -2,0
Mais -7,9 +1,0
Gerste -18,7 +0,4
Rindfleisch -3,1 +1,1
Schweinefleisch +43,9 +4,7
Hähnchenfleisch-Broiler +2,1 -0,1
Butter -16,7 +0,8
Cheddar-Käse +4,4 +0,6
Magermilchpulver +49,4 +3,2
Vollmilchpulver +12,5 +1,3
Rapssaat +8,5 +3,8
Weißzucker +4,7 +0,9


Die größte Preisanhebung im Dezember 2019 zum Vormonat war bei Schweinefleisch (+4,7 %). Preiseinbußen waren in diesem Monat lediglich bei Durumweizen (-2,0 %) und Hähnchenfleisch (-0,1 %) zu finden. Die anhaltenden Preisabnahmen bei Hühnchenfleisch wurden nur kurzfristig im November durch einen Anstieg unterbrochen. Der Fleisch-Sektor konnte auch bei Rindfleisch (+1,1 %) einen Aufwärtstrend beobachten. Der Milchsektor machte wiederum einen Positivtrend sichtbar, bewegte sich zwischen +0,6 % (Käse) und +3,2 % (Magermilchpulver). Rapssaat erhielt erneut einen Anstoß von 3,8 % nach oben, Weißzucker befindet sich weiterhin im Positivbereich (+0,9 %).

Im Jahresvergleich für Dezember stachen abermals die Preise für Magermilchpulver (+49,4 %) und Schweinefleisch (+43,9 %) hervor. Preisanstiege gab es ebenso bei Durumweizen (+21,1 %), Vollmilchpulver (+12,5 %) Rapssaat (+8,5 %), Weißzucker (+4,7 %), Käse (+4,4 %) und Hähnchenfleisch (+2,1 %). Alle übrigen Produkte wiesen zum Vorjahr Negativabweichungen von -3,1 % (Rindfleisch) bis -18,7 % (Gerste) auf.

Entwicklung der Konsumentenpreise für Lebensmittel (Verbraucherpreisindex) in der EU

Im Monatsvergleich erhöhte sich der EU-weite Verbraucherpreisindex (HVPI) für den Teilindex Lebensmittel im Dezember 2019 gegenüber dem Vormonat um +0,4 %. Am stärksten kletterten  die Konsumentenpreise der Produktgruppe „Gemüse“ (+2,3 %) nach oben, weitere Preiszunahmen verzeichneten Fleisch (0,9 %), „Fisch und Meeresfrüchte“ bzw. „Brot und Getreide“ (+0,1 %). Die übrigen Sektoren bewegten sich alle im Abwärtstrend zwischen -0,1 % und - 0,7 % „andere Produkte“ (-0,1 %), „Früchte“ (-0,4 %), „Zucker, Marmelade, Honig, Schokolade und Konfekt (-0,6 %)  und „Öle und Fette“ (0,7 %). Einzig „Milch, Käse und Eier“ blieben im Monatsvergleich stabil. Der generelle Verbraucherpreisindex spiegelte ein Plus um +0,3 %.

Gegenüber dem Vorjahr nahm der EU-weite Verbraucherpreisindex (HVPI) für den Teilindex Lebensmittel im Dezember 2019 um +2,5 % zu. Lediglich die Produktgruppe „Öle und Fette“ (-2,6 %) lag preislich unter dem Vorjahresniveau. Die mit Abstand größten Steigerungen verzeichneten im Vergleichszeitraum „Fleisch“  (+4,7 %), gefolgt von „Früchte“ (+4,3 %) und „Gemüse“ (+2,2 %). Die vom Index erfassten Produktgruppen  „andere Produkte“ (+1,9 %) und „Milch, Käse und Eier“ (+1,2 %) umschließen die übrigen Konsumtenpreise. Der generelle Verbraucherpreisindex nahm im Dezember gegenüber dem Vorjahr um +1,6 % zu.

Methodologie für die Ermittlung der Preisentwicklung ausgewählter landwirtschaftlicher Produkte in der EU im Monats- und Jahresvergleich:

Die Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013 über eine gemeinsame Organisation für landwirtschaftliche Erzeugnisse mit den dazugehörigen Kommissionsverordnungen über die Preiserhebungen bei ausgewählten Produkten verpflichtet alle Mitgliedstaaten zu periodischen Preismeldungen.
Diese Meldungen bilden die Basis für die hier durchgeführte Preisindexberechnung. 11 wichtige Produkte werden von der DG-AGRI ausgewählt und diese für die EU als Prozentänderung gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahr als gewogener Durchschnitt dargestellt.

Methodologie für die Ermittlung der Entwicklung der Preise für Lebensmittel (Verbraucherpreisindex) in der EU im Monats- und Jahresvergleich:

Die Preisindexberechnung obliegt in den Mitgliedstaaten den nationalen statistischen Ämtern (VPI und HVPI).
Der Verbraucherpreisindex (VPI) ist ein Maßstab für die allgemeine Preisentwicklung bzw. für die Inflation in den einzelnen Staaten.
Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) ist die Grundlage für die vergleichbare Messung der Inflation in der Europäischen Union.
Die Preisindexberechnung für die Europäische Union errechnet und veröffentlicht das EUROSTAT.