Der WASDE-Monatsbericht

15.04.2019 Prognose für 2018/19: Erhöhung der Weizenproduktion, höhere Ertragsaussichten bei Mais, höhere Rapsproduktion für Indien

Prognose des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) aus der Sicht vom 09. April 2019:

Die Entwicklung der Weltgetreideproduktion (Weizen, Grobgetreide und Reis), in Mio. Tonnen:

 
  • 2009/2010: 2.245,41
  • 2010/2011: 2.198,85
  • 2011/2012: 2.322,07 
  • 2012/2013: 2.267,60
  • 2013/2014: 2.477,18
  • 2014/2015: 2.520,13
  • 2015/2016: 2.467,34
  • 2016/2017: 2.662,03
  • 2017/2018: 2.616,13 (geschätzt)
  • 2018/2019: 2.61,42 (prognostiziert)

Die Welt-Versorgungsbilanzen für Weizen, Grobgetreide, Ölsaaten und Reis:

 
  • es handelt sich bei allen Angaben im folgenden Text um Prognosen
  • die Prognosen betreffen das Erntejahr 2018/2019
  • Vergleiche beziehen sich, wenn nicht anders angegeben, auf das Vormonat

Weizen:

Weltweit 2018/19 wird die Weizenversorgung um 2,1 Millionen Tonnen erhöht, was hauptsächlich auf erhöhte Anfangsbestände zurückzuführen ist. Die globale Produktion und der Export werden jeweils nur geringfügig reduziert, während der Inlandsverbrauch um 2,9 Millionen Tonnen gesenkt wird. Die Verbrauchsänderung resultiert in erster Linie aus der geringeren Futter- und sonstigen Verarbeitung des Iran und der EU. Bei steigendem Angebot und sinkender Gesamtverbrauch werden die globalen Endbestände um 5,1 Mio. Tonnen auf 275,6 Mio. Tonnen erhöht.

Grob-Getreide (Mais, Hirse, Gerste, Roggen, Hafer, Mehrkorngetreide):

Die globale Produktionsprognose 2018/19 für Grobgetreide steigt um 5,3 Millionen Tonnen. Der Ausblick auf Grobgetreide sagt für diesen Monat eine größere Produktion, einen verstärkten Handel, eine größere Nutzung und leicht höhere Bestände im Vergleich zum letzten Monat voraus. Die brasilianische Maisproduktion wird gesteigert, was die verbesserten Ertragsaussichten für die zweite Jahreshälfte widerspiegelt. Die Erwartungen an Argentiniens Maisproduktion ist aufgrund von Flächeausweitung höher. Die Produktion wird für die EU, Mexiko und Indonesien erhöht, während sie für die Philippinen und Pakistan reduziert wird.

Zu den wichtigsten Veränderungen im Welthandel für 2018/19 gehören höhere prognostizierte Maisexporte für Brasilien, Argentinien, die EU und die Ukraine sowie ein teilweise kompensierender Rückgang für die Vereinigten Staaten.  Die Maisimporte werden für die EU und Südafrika erhöht, während die Prognosen für Vietnam und Bangladesch niedriger sind.  Die ausländischen Maisendlager für 2018/19 werden gegenüber dem Vormonat angehoben, was vor allem auf Steigerungen in Mexiko, Indonesien und Südafrika zurückzuführen ist, die Rückgänge in Vietnam, Brasilien, Pakistan, Bangladesch und Argentinien mehr als ausgleichen konnten.    

Reis:

Die weltweiten Reislieferungen für 2018/19 werden um 0,4 Millionen Tonnen auf 663,8 Millionen reduziert. Die globale Produktion ist rückläufig, da die Rückgänge in Indonesien, Pakistan und den Philippinen nicht vollständig durch eine höhere Produktion in Sri Lanka ausgeglichen werden. Der Weltverbrauch 2018/19 wird um 0,4 Millionen Tonnen auf 492,4 Millionen erhöht, da der höher erwartete Verbrauch in Pakistan und Sri Lanka den geringeren Verbrauch in Laos und Mexiko mehr als ausgleicht.  Der Welthandel 2018/19 wird leicht auf 47,3 Millionen Tonnen gesenkt, da die reduzierten Exporte Pakistans, der EU und der Vereinigten Staaten nicht vollständig durch höhere Exporte aus Kambodscha, Peru und Uruguay ausgeglichen werden. Die prognostizierten weltweiten Endbestände werden in diesem Monat auf 171,4 Millionen Tonnen gesenkt, bleiben aber weiterhin rekordverdächtig.

Ölsaaten:

Die globalen Prognosen für Angebot und Nachfrage bei Ölsaaten für 2018/19 beinhalten eine höhere Produktion, geringere Exporte und höhere Lagerbestände im Vergleich zum Vormonat. Die weltweite Ölsaatenproduktion wird um 2,0 Mio. Tonnen auf 595,0 Mio. Tonnen angehoben, hauptsächlich aufgrund der höheren Sojaproduktion in Brasilien und der Rapserzeugung in Indien. Die Produktion für Brasilien wird um 0,5 Millionen Tonnen auf 117,0 Millionen Tonnen erhöht, was auf das günstige Wetter in Rio Grande do Sul zurückzuführen ist, wo sich die Ernte in der Kornfüllung und Reifung befindet. Auch die brasilianische Sojaernte 2017/18 wird, gestützt durch die jüngsten Branchenschätzungen, höher revidiert. Die Raps-Produktion für Indien wird um 1,4 Millionen Tonnen auf 8,0 Millionen Tonnen angehoben.

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