Sorge um US-Winterweizen unterstützt Kurse
Nach einer längeren Talfahrt führten die jüngsten Berichte über mögliche Schädigungen der Weizenfelder in den USA sowie China zu einer zögerlichen Aufwärtsbewegung
Die Weizennotierung verzeichnete am Mittwoch, 07.01.2026 an der Pariser Börse – der europäischen Leitbörse für Getreide – ein deutliches Plus von 2,50 EUR/t, durch positive Vorgaben der internationalen Leitbörse in Chicago. Zuvor landete der Pariser Weizenkontrakt am 17.12.2025 auf sein Mehrjahrestief von 185,25 EUR/t. Die Trendumkehr im Jänner wurde durch positive Signale der Chicagoer Börse und Nachrichten auf den Weltmärkten verursacht: Die Bestandseinschätzung des Winterweizens in den USA wurde im wichtigen Anbaugebiet, dem Bundesstaat Kansas, nach unten korrigiert. Auch aus China kamen Nachrichten über eine schlechte Entwicklung der Weizenbestände. Als preisdrückender Faktor ist ein weiterhin zügiges Tempo der Weizenernte in Argentinien zu nennen. Argentinien ist weiterhin hauptverantwortlich für nennenswerte Produktionszuwächse beim Weizen im aktuellen Getreidewirtschaftsjahr 2025/2026.
Der kräftige Kurszuwachs von Weizen am 07.01.2026 von +2,50 EUR/t fiel bei Mais mit +1,00 EUR/t in Paris geringer aus, da sich die preisunterstützenden Nachrichten vorwiegend auf Weizen konzentrierten. Mais notierte an der Pariser Börse am 03.10.2025 auf einem Langzeittief von 181,00 EUR/t. Im November und Ende Dezember führte eine zögerliche Aufwärtsbewegung zu aktuell 189,75 EUR/t.
Die aktuellste Futtermaisnotierung an der Produktenbörse in Wien lag Mitte Dezember 2025 mit 185 EUR/t (17.12.2025) geringfügig über dem Niveau zu Monatsbeginn (182 EUR/t, 03.12.2025).
Das aktuelle Preisniveau von Futtermais liegt dennoch deutlich unter dem Niveau der Restvermarktung der alten Ernte (218 EUR/t, 20.08.2025).
Raps notiert aktuell an der Pariser Leitbörse mit 466,75 EUR/t (07.01.2026) über dem 12-Monatstief von 450,00 EUR/t am 24.12.2025.
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