Internationale Mais- und Rapskurse verteuert; Internationale Düngemittelpreise steigen massiv
Die Folgen des Irankrieges waren auch in der vergangenen Woche in Form von Kurszuwächsen an den Agrarmärkten sichtbar.
Die internationalen Weizennotierungen sind durch den Irankrieg zur Vorwoche weiterhin nach oben geklettert. Insbesondere der die neue Ernte bewertende Dezember-Kontrakt ist deutlich erhöht.
Weizen des aktuellen Frontmonats Mai an der Pariser Börse kostet 209,25 EUR/t (Schlusskurs 12.03.2026) und lag vor dem Angriff bei 201,50 EUR/t (27.02.2026).
Der die neue Ernte bewertende Dezember-Kontrakt stand vor dem Krieg bei 211,75 EUR/t und liegt aktuell bei 220,25 EUR/t (Schlusskurs 12.03.2026).
Am regionalen Weizenmarkt ist trotz der Anstiege in Paris nahezu keine Preiserhöhung für die Restvermarktung der alten Ernte 2025 ersichtlich. Die Wiener Produktenbörse notiert am 11.03.2026 Qualitätsweizen mit 193 EUR/t nur marginal über der Vorwoche (+0,50 EUR/t). Die gute Versorgung aus der Ernte 2025 am EU-Binnenmarkt wirkt neben den aktuell erhöhten Logistikkosten drückend auf die Vermarktung.
Der Pariser Maiskurs ist mit aktuell 210,25 EUR/t (Schlusskurs 12.03.2026) zur Vorwoche weiter kräftig gestiegen. Aufgrund der Herstellung von Bioethanol aus Mais steigt der Kurs für dieses Getreide im Kontext mit den erhöhten Rohölpreisen noch stärker.
Die Rapsnotierung in Paris liegt aktuell bei 515 EUR/t (Schlusskurs 12.03.2026, Mai-Kontrakt) und übersteigt somit die Vorwoche um 16 EUR/t und das Niveau vor dem Iran-Angriff um 28 EUR/t.
Ebenso vom Iran-Krieg massiv betroffen sind die Düngemittelpreise. Die internationale Harnstoff (Urea)-Notierung an der CBoT liegt am 12.03.2026 mit 594 USD/t um 128 USD/t oder 28% über dem Niveau vor Beginn des Iran-Krieges (27.02.2026).