Internationale Ölsaaten- und Getreidekurse durch Eskalation im Nahen Osten im Plus
Die internationalen Rapsnotierungen steigen durch die erhöhten Rohölkurse; Mais- und Weizenkurse sind ebenfalls zur Vorwoche im Plus.
Weizen an der Pariser Börse legte seit dem Angriff auf den Iran im Windschatten der steigenden Ölsaatennotierungen und der Anstiege für Mais zu. Der meistgehandelte Mai-Kontrakt für Weizen an der Pariser Börse lag am Mittwoch, 04.03.2026, mit 199,50 EUR/t auf dem höchsten Niveau seit Juli 2025 und übertraf die Vorwoche um 7 EUR/t.
An der Produktenbörse in Wien ging Qualitätsweizen am 04.03.2026 trotz der positiven internationalen Vorgaben auf 192,50 EUR/t zurück und lag damit weiterhin auf dem geringsten Stand der aktuellen Vermarktungssaison und massiv unter dem Niveau vor einem Jahr von 282,50 EUR/t.
Die jüngste Eskalation im Nahen Osten, insbesondere die Sperrung der Straße von Hormus, wirkt sich preissteigernd auf die Rohöl- und Gaspreise aus. Die Erdölpreise stehen durch die Herstellung von Biodiesel aus Raps und Bioethanol aus Mais im starken Zusammenhang mit diesen Agrargütern. Dementsprechend zogen die Pariser Maispreise auf aktuell 204 EUR/t an (Schlusskurs 04.03.2026, März-Kontrakt) und übersteigen somit die Vorwoche um 11,50 EUR/t. Zudem befindet sich der aktuelle Pariser Maispreis auf dem höchsten Niveau seit Juli 2025.
Die internationalen Rapspreise sind durch den Anstieg der Erdölpreise ebenso nach oben gezogen worden. Die Rapsnotierung in Paris liegt aktuell bei 495,50 EUR/t (Schlusskurs 04.03.2026, März-Kontrakt) und legte somit zur Vorwoche um 12,50 EUR/t zu. Der Pariser Rapskurs übersteigt damit das Niveau der vergangenen neun Monate.
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