US-Weizenpreise weiter im Plus
Die Kaltfront im US-Weizenanbaugebiet führte zu einem Kursplus an der Chicagoer Börse; Weizenpreise in Paris und Wien stagnieren bis dato.
Die Weizennotierung verzeichnete am Mittwoch, 28.01.2026, an der Pariser Börse – der europäischen Leitbörse für Getreide – einen Anstieg von 0,50 EUR/t zur Vorwoche auf 190,00 EUR/t. Deutlich kräftiger kletterte der Weizenpreis in Chicago mit einem Plus von umgerechnet 4,70 EUR/t zur Vorwoche nach oben auf 164,32 EUR/t.
Neben der preissteigernden Tendenz von der Chicagoer Börse ist die Marktlage für europäischen Weizen weiterhin von einer guten Versorgung geprägt. Die Rekordernte für Weizen am Globus drückt weiterhin auf die Preise und günstige Offerten aus Argentinien sowie aus dem Schwarzmeerraum setzen europäische Exporte Richtung Nordafrika unter Druck.
An der Produktenbörse in Wien stagniert Qualitätsweizen die dritte Woche in Folge auf einen Notierungsmittel von 205,50 EUR/t und liegt damit weiterhin auf dem geringsten Niveau der aktuellen Vermarktungssaison und massiv unter dem Niveau vor einem Jahr von 287,50 EUR/t (29.01.2025).
Maispreise durch aktuelle US-Bioethanolpolitik unter Druck
Die Pariser Maisnotierung liegt mit 191,50 EUR/t (Schlusskurs 28.01.2026) um 1,25 EUR/t unter der Vorwoche (192,75 EUR/t, Schlusskurs 21.01.2026).
Für Preisdruck bei Mais sorgte, dass die USA Ende vergangener Woche den ganzjährigen Verkauf von E15-Kraftstoff doch nicht im aktuellen Haushaltsentwurf vorsieht.
Zudem wurden die Sorgen über die Maisbestände in Argentinien durch Berichte über jüngste Regenfälle geringer.
Rapsnotierung setzt Aufwärtstrend fort
Die Rapsnotierung in Paris legt die dritte Woche in Folge zu und liegt aktuell bei 481 EUR/t (Schlusskurs 28.01.2026). Damit ist der Zuwachs zur Vorwoche mit +2,75 EUR/t deutlich geringer als in den zwei vorangegangenen Wochen.
Der Rapskurs ist somit seit dem 12-Monatstief von 450 EUR/t am 24.12.2025 kräftig angestiegen.
https://www.ama.at/marktinformationen/getreide-und-olsaaten/preise/