Vogelgrippe bleibt Risikofaktor für den europäischen Geflügelmarkt
Die Vogelgrippe sorgt weiterhin für Unsicherheit. In Österreich wurden heuer ausschließlich Fälle bei Wildvögeln bestätigt – die Stallpflicht in den Risikogebieten bleibt dennoch bestehen. Besonders stark betroffen ist Deutschland, das ein Drittel aller gemeldeten Ausbrüche in der EU verzeichnete.
In Österreich gilt seit 20. November 2025 eine Stallpflicht für Geflügel in „Gebieten mit stark erhöhtem Risiko“. Nachdem im November Vogelgrippefälle bei einem Weidegänsebetrieb sowie in Kleinhaltungen aufgetreten waren, wurden heuer bislang ausschließlich Fälle bei Wildvögeln gemeldet. Die Branche bleibt dennoch in Alarmbereitschaft. Zudem wird der heimische Markt spürbar von der Situation in den Nachbarländern beeinflusst.
Unser AMA-Webinar „Preise, Produktion & Versorgung unter dem Einfluss der Vogelgrippe“ steht zum Nachhören bereit. Die Aufzeichnung des Webinars startet ab Minute 8:48 mit dem Themenschwerpunkt Vogelgrippe.
Vogelgrippe in der EU: Deutschland stark betroffen
EU-weit waren zwischen 1. Oktober 2025 und 11. Februar 2026 insgesamt 573 Geflügelbetriebe von Ausbrüchen der hochpathogenen aviären Influenza betroffen. In diesem Zeitraum mussten knapp 21 Millionen Tiere gekeult werden. Besonders stark betroffen war Deutschland, das mit 187 Fällen rund ein Drittel aller gemeldeten Ausbrüche verzeichnete. EU-weit traten die meisten Fälle in Puten- und Entenhaltungen auf, während Legehennenbetriebe mit knapp 12 Millionen verendeten oder gekeulten Tieren die größten Tierverluste hinnehmen mussten.
Quelle: EU-Kommission: Marktsituation Geflügel