• Zum Header springen
  • Zum Hauptinhalt springen
  • Zum Footer springen
eAMA.at Newsletter Presse Karriere Kontakt AACS Veröffentlichungen
Fachliche Informationen
Marktinformationen
Formulare & Merkblätter
Sektor- und Projektmaßnahmen
eAMA.at Newsletter Presse Karriere Kontakt AACS Veröffentlichungen
  • AMA Startseite
  • Marktinformationen
  • Geflügel
  • Aktuelle Informationen
  • 2022
  • Eierbranche warnt vor drohender Unterversorgung

2022

  • 2025
  • 2024
  • 2023
  • 2022
23.03.2022

Eierbranche warnt vor drohender Unterversorgung

Die ZAG fordert eine rasche Anhebung der Preise für Erzeuger und Eierpackstellen, um die Versorgungssicherheit mit heimischen Eiern sicherzustellen. Die Ukraine-Krise hat die wirtschaftliche Schieflage in der Eierproduktion weiter verschärft.

Die Zentrale Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Geflügelwirtschaft (ZAG) sieht das Risiko einer Unterversorgung mit heimischen Eiern ab Herbst 2022. Die fehlende Planbarkeit, mangelnde Verfügbarkeit von Futtermitteln und die weiter steigenden Produktionskosten könnten zu vermehrten Betriebsschließungen bzw. reduzierten Legehennenbeständen führen. 

Verteuerung Legehennenfutter um knapp 30 %

Die Preise für Legehennenfutter haben sich seit Jahresbeginn nochmals verteuert und setzen ihren Rekordkurs fort. Die Futtermittelhersteller meldeten der AMA im Februar Preise von 41,46 Euro für 100 kg Mischfutter (erste Legephase, gentechnikfrei). Das entspricht einem Preiszuwachs von 29 % innerhalb eines Jahres. Die Unsicherheit bezüglich der Versorgung mit Legehennenfutter aus der Ukraine ¬ einem wichtigen Importland für Futterweizen, Mais und Soja ¬ verschärft die Situation zusätzlich.

Die Sicherstellung der Rohwaren zur Futtermittelproduktion sowie die massive Steigerung der Energiekosten stellen auch die Futtermittelhersteller vor massive Probleme. Neben unterbrochenen Lieferketten und Logistikproblemen am internationalen Agrarmarkt erschweren aufgelöste Kontrakte die Beschaffung der Rohstoffe. Einige osteuropäische Länder, darunter das für Futtermittellieferungen wichtige Ungarn, hatten zuletzt Exportbeschränkungen bei Getreide erlassen. 

Anhebung der Erzeugerpreise pro Ei um mindestens fünf Cent

Die Zentrale Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Geflügelwirtschaft (ZAG) fordert 

  • eine Preiserhöhung von fünf Cent pro Ei in allen Haltungsstufen, um die Mehrkosten der Erzeugerbetriebe für 2021 und 2022 abzugelten. 
  • Darüber hinaus sollen 20 % des in Österreich für die Biotreibstoff-Produktion gedachten Getreides in ein Interventionslager umgelenkt werden. 
  • Wichtig seien außerdem die Aufhebung der zuletzt in Europa aufgebauten Handelsbeschränkungen bei Getreide sowie die Freigabe ökologisch nicht sensibler Freiflächen für den Anbau von Getreide.

Marktunsicherheiten in ganz Europa

Alarmsignale kamen kürzlich auch von der deutschen Eierwirtschaft. Der Bundesverband Ei warnte, dass die Eierversorgung in Deutschland ab August nicht mehr sichergestellt sei. Die Branche fordert u.a. eine sogenannte „Gleitklausel“ zwischen Eier- und Futterpreis, um die existenzbedrohenden Kostensteigerungen abfedern zu können.

Auch auf europäischer Ebene wird mit einem verringerten Angebot an Eiern gerechnet. Die Ukraine war im Jahr 2021 nach dem Vereinigten Königreich der größte Eierlieferant für den EU-Markt. Experten gehen von einem Einbruch der Importe und Marktverschiebungen innerhalb Europas aus.

DI Reiterer, 23.03.2022

Quellen: Zentrale Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Geflügelwirtschaft (ZAG), Pressemitteilung Landwirtschaftskammer OÖ, Bundesverband Deutsches Ei (BDE), EU-Kommission

Detaillierter Überblick:

  • Marktdaten visualisiert: Preisentwicklung Legehennenfutter

Aktuelle News

  • 14.10.2026
    Geflügelmarkt: Oktoberfeste sorgen für Nachfrageimpulse

    Preisbericht Geflügel Kalenderwoche 41

  • 08.10.2026
    2026: EU importiert deutlich mehr Geflügelfleisch

    Die EU-Importe von Geflügelfleisch aus Drittländern nahmen im ersten Halbjahr 2026 deutlich zu. Besonders Brasilien weitete seine Lieferungen in die Union aus. Nach dem vorläufigen Importstopp im September, der aufgrund fehlender Nachweise zur Einhaltung der EU-Antibiotikavorgaben verhängt wurde, wird eine baldige Wiederaufnahme der brasilianischen Lieferungen erwartet.

  • 17.09.2026
    EU-Geflügelproduktion: Starkes Plus in Osteuropa, Rückgänge im Westen

    Die großen EU-Geflügelproduzenten entwickelten sich unterschiedlich: Während Polen und Spanien ihre Erzeugung deutlich ausbauten, verzeichneten Frankreich, Deutschland sowie weitere westeuropäische Staaten Rückgänge. Österreich lag mit einem moderaten Plus leicht unter dem EU-Schnitt.

  • 08.09.2026
    Jahresbericht Eier und Geflügel - Kalenderjahr 2025

    Österreich blieb 2025 weiterhin Nettoimporteur bei Geflügelfleisch und Schlachtnebenerzeugnissen. Wichtigstes Herkunftsland war Deutschland vor Ungarn und Polen. Die Verkaufspreise der Schlachtbetriebe für Hühnerfleisch lagen in allen Kategorien über der Vorjahreslinie.

Anschrift

Agrarmarkt Austria

Dresdner Straße 70

1200 Wien

Telefon: 050 3151 - 0

office@ama.gv.at

Interessante Links

  • Auszahlungstermine
  • Über die AMA
  • AACS
  • Veröffentlichungen

Weitere Webseiten

  • eAMA - das Serviceportal
  • AMA - Karriereportal
  • Sektor- & Projektmaßnahmen
  • AMA - Marketing amainfo.at
Impressum Datenschutzerklärung Barrierefreiheitserklärung Sitemap Welteitag: Heimischer Eierverbrauch auf Rekordniveau