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19.01.2022

Düngemittelpreise weiterhin auf hohem Niveau

Preiskorrektur am internationalen Harnstoffmarkt, europäischer Kalkammonsalpeterpreis weiterhin auf Langzeithoch, Phosphor und Kaliumpreise bleiben fest.

Am internationalen Harnstoffmarkt gab es von Weihnachten bis dato eine Preiskorrektur: Harnstoffpartien FOB Ägypten und FOB Schwarzes Meer wurden um ca. 100 USD/t verbilligt. Für den österreichischen bzw. mitteleuropäischen Markt haben diese Offerte jedoch geringe Bedeutung, da sie erst für spätere Lieferungen verfügbar sind.

In der EU wird vor allem Kalkammonsalpeter hergestellt. Die Gaspreise sind auf EU-Ebene gegenüber dem Langzeithoch von 179 EUR/MW (Dutch TTF Gas Futures auf ICE) am 21. 12.2021 auf 78 EUR/MW am 18.01.2022 gesunken. Dennoch hält sich der aktuelle europäische Großhandelspreis für Kalkammonsalpeter weiterhin nahe seinem Langzeithoch von Mitte Dezember 2021. Aktuell (18.01.2022) liegt Kalkammonsalpeter FOB Ostseehäfen bei 616 EUR/t, das Langzeithoch Mitte Dezember lag bei 625 EUR/t. Vor einem Jahr lag der Preis bei 197 EUR/t, weshalb sich jener in zwölf Monaten verdreifachte.

In Österreich ist die Preisentwicklung für Kalkammonsalpeter und Harnstoff ähnlich wie auf der europäischen Ebene. Im Dezember 2021 wurde Kalkammonsalpeter mit 550 bis 600 EUR/t exkl. USt. an die Landwirte verkauft. Geringe Mengen an Harnstoff wurden in Österreich mit 920 EUR/t verkauft.

Gemäß AMA-Düngemittelstatistik lag die Erstinverkehrbringung von Juli bis September 2021 mit 23.420 t Stickstoff um 33% unter dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. Jedoch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass im Juli-September 2020 überdurchschnittlich viel Dünger in Verkehr gebracht wurde, da die Preise niedrig waren. Vergleicht man die Erstinverkehrbringung Juli-September 2021 mit Juli-September 2019 so ergibt sich ein Minus von 23%, im Vergleich mit Juli-September 2018 ergibt sich nur mehr ein Minus von 11%.

Die Märkte für Phosphor und Kalium sind unabhängig von der Gas- oder Harnstoffpreisentwicklung weiterhin auf einem hohen Niveau. Der Kaliumpreis wurde durch die jüngsten Entwicklungen mit Weißrussland, dem größten Kaliumhersteller Europas, unterstützt.

19.01.2022, DI Herz

Detaillierter Überblick:

  • Düngemittel
  • Marktbericht (Seite 11 Düngerpreise)

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