Internationale Weizenpreise sinken zur Vorwoche; Rapskurse im Plus
Aus Wochensicht verzeichnen die Weizennotierungen an der Pariser Börse einen Rückgang zur Vorwoche, während die Rapsnotierungen nach einer Korrektur wieder zunehmen.
Die internationalen Weizennotierungen an der Pariser Börse liegen aktuell bei 201,25 EUR/t (01.04.2026, Mai-Kontrakt) und somit unter dem Niveau der Vorwoche von 204,00 EUR/t (25.03.2026, Mai-Kontrakt). Der Pariser Weizenkurs kletterte seit Beginn des Iran-Kriegs bis Freitag, 13. März 2026, auf ein Niveau von 210,50 EUR/t nach oben. Danach folgte – durch die weiterhin üppige Getreideversorgung am Globus – ein Preisrückgang.
Am regionalen Weizenmarkt ist trotz der Preisentwicklungen in Paris nur eine geringe Preiserhöhung – für die Restvermarktung der alten Ernte 2025 – ersichtlich. Die Wiener Produktenbörse notiert am 01.04.2026 Qualitätsweizen mit 195 EUR/t um 3 EUR/t über der Vorwoche. Wesentlich interessanter ist die Notierung des zweiten Kapitels „Getreide anderer Herkunft/Parität/Lieferung/Qualität/Erntejahr“ am Kursblatt der Wiener Produktenbörse: Hier notiert „Qualitäts-Weizen, AT, FCA Wien, Ernte 2026“ mit 216 EUR/t. Dieses Preisniveau liegt deutlich über den Qualitätsweizenpreis der alten Ernte von 195 EUR/t. Aktuell erhöhte Düngemittelpreise schüren die Sorge der Marktteilnehmer vor einer eventuell reduzierten Qualitätsweizenproduktion 2026 in Österreich und der EU.
Der Pariser Maispreis ist mit aktuell 206,75 EUR/t (Schlusskurs 01.04.2026, Juni-Kontrakt) unter dem Niveau der Vorwoche von 208,75 EUR/t (Schlusskurs 26.03.2026, Juni-Kontrakt). Aufgrund der Herstellung von Bioethanol aus Mais stieg der Kurs für dieses Getreide im Kontext mit den erhöhten Rohölpreisen am Beginn des Iran-Kriegs stärker.
Die Rapsnotierung in Paris liegt aktuell bei 504,75 EUR/t (25.03.2026, Mai-Kontrakt) und kann somit das gesunkene Niveau der Vorwoche von 502,25 EUR/t (Schlusskurs 26.03.2026, Mai-Kontrakt) übertreffen. Aus Wochensicht sind die Rohölpreise gestiegen, da die Hoffnung auf ein rasches Ende des Iran-Konfliktes nun doch nicht erfüllt wurde.
Ebenso vom Iran-Krieg massiv betroffen sind die Düngemittelpreise. Die internationale Harnstoff (Urea)-Notierung an der CBoT bleibt aus Sicht der Vorwoche stabil hoch mit 687,50 USD/t am 2.April 2026.
Damit wurde das Niveau vor Beginn des Iran-Krieges (465,50 USD/t, 27.02.2026) weiterhin deutlich übertroffen.