Pariser Weizen-, Mais-, und Rapsnotierungen rückläufig
Üppig gefüllte Weizenläger drücken auf die Notierungen in Paris; internationale Düngerpreise rudern zum Vormonat zurück
Weizen an der Pariser Börse kostet aktuell – aus Sicht des meistgehandelten September-Kontraktes – 201,25 EUR/t (Schlusskurs 04.06.2026) und liegt damit unter der Vorwoche von 209,25 EUR/t (September-Kontrakt, Schlusskurs 28.05.2026).
Die internationalen Weizennotierungen sind durch die immer näher kommende Weizenernte 2026/2027 auf der Nordhalbkugel, die hohen Lagervorräte aus der aktuellen Saison 2025/2026 und eine eher schwächelnde Nachfrage unter Druck.
Für steigende Preise würde die weiterhin schlechte Einschätzung der Weizenfelder in den USA sprechen. Laut USDA (US-Agrarministerium) erhielten lediglich 47 Prozent der Sommerweizenbestände die Topbewertungen gut und ausgezeichnet, was deutlich unter den Erwartungen der Marktteilnehmer lag. Ebenso ist die Erwartung der geringsten Weizenernte seit drei Jahren in Australien als preisunterstützendes Argument anzuführen.
Der Pariser Maispreis notiert aktuell bei 216 EUR/t (Schlusskurs 04.06.2026, August-Kontrakt) unter der Vorwoche von 227,00 EUR/t (August-Kontrakt, Schlusskurs 28.05.2026).
Die Rapsnotierung in Paris liegt aktuell bei 523,00 EUR/t (Schlusskurs 04.06.2026, August-Kontrakt) unter der Vorwoche von 528,25 EUR/t (August-Kontrakt, Schlusskurs 28.05.2026). Bemerkenswert ist ein Rückgang der Rapsnotierung in Paris um 10 EUR/t am 04.06.2026, da auch die Rohölpreise durch die aktuelle Nachrichtenlage am Donnerstag ins Minus drehten.
Am regionalen Weizenmarkt notierte Qualitätsweizen (der alten Ernte 2025) mangels Geschäftstätigkeit zuletzt am 13.05.2026 mit 195 EUR/t geringfügig über dem Niveau der Vorwoche, welche jedoch das geringste Niveau in der laufenden Vermarktungssaison der Ernte 2025 darstellte. Qualitätsweizen der neuen Ernte wurde am Wiener Kursblatt mit 216 EUR/t (13.05.2026) weiterhin deutlich über der alten Ernte bewertet. Die langanhaltende Trockenheit im Frühjahr 2026 in weiten Teilen des heimischen Ackerbaugebietes führt zu einer geringeren Bereitschaft Partien der neuen Ernte 2026 zu vermarkten.
Der internationale Düngerpreis für Harnstoff (Urea) an der Chicagoer Börse ist vom Preispeak seit Beginn des Irankrieges am 15.Aprill 2026 mit 722 USD/t deutlich rückläufig auf aktuell 416,50 USD/t (04.06.2026). Dennoch ist das aktuelle Preisniveau über dem Niveau vor Ausbruch des Iran-Konfliktes (465,50 USD/t, 27.02.2026).