Preisrallye von Soja und Raps durch US-Sojadeal mit China
Gerüchte über noch größere Sojaimporte Chinas aus den USA befeuern die Ölsaatennotierungen.
Die Rapsnotierung in Paris legt die vierte Woche in Folge zu und liegt aktuell bei 482,75 EUR/t (Schlusskurs 04.02.2026, Mai-Kontrakt). Damit umfasst der Zuwachs zur Notierung des Mai-Kontraktes in der Vorwoche +4,00 EUR/t. Der Rapskurs ist somit seit dem 12-Monatstief von 450 EUR/t am 24.12.2025 kräftig angestiegen.
Die Anstiege sind vor allem mit steigenden Sojakursen zu begründen.
In einem Post des US-Präsidenten Donald Trump, behauptete er, dass China sein Importziel für US-Sojabohnen in der laufenden Saison 2025/26 auf 20 Mio. t erhöhen werde. Der dadurch erwartete Anstieg des US-Sojaabsatzes führt zu höheren Sojanotierungen.
Weiters wirkt sich die neuesten Richtlinien des US-Finanzministeriums für die 45Z-Steuergutschrift für saubere Kraftstoffe positiv auf den kanadischen (und somit auch indirekt dem europäischen) Rapskurs aus. Diese Richtlinien besagen, dass US-Kraftstoffe ab 2026 aus Rohstoffen gewonnen werden müssen, die in den USA, Kanada oder Mexiko produziert oder angebaut wurden. Dadurch wird mit mehr Rapsabsatz für Kanada spekuliert.
Außerdem sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Rohölnotierungen durch die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran erneut ansteigen. Verteuerte Rohölpreise führen zu höheren Preisen für Rapssaat, da dadurch Biodiesel aus Rapssaat verteuert wird.
Pariser Weizenpreis legt durch schwächeren Euro zu
Die Weizennotierung verzeichnet am Mittwoch, 04.02.2026, an der Pariser Börse – der europäischen Leitbörse für Getreide – einen Anstieg von 3,75 EUR/t zur Vorwoche auf 193,75 EUR/t. Der schwächere Euro verbilligte die EU-Weizenexporte am Weltmarkt und unterstützt somit die Weizennotierungen.
Demgegenüber reduziert sich der Weizenpreis in Chicago, da die Situation von Winterweizen in den USA, Russland und der Ukraine durch die vielerorts vorhandene Schneedecke weniger pessimistisch gesehen wird als in der Vorwoche.
An der Produktenbörse in Wien verliert Qualitätsweizen 4 EUR/t zur Vorwoche und liegt damit auf dem geringsten Niveau der aktuellen Vermarktungssaison.
Maispreise stabil zur Vorwoche
Die Pariser Maisnotierung liegt mit 191,50 EUR/t (Schlusskurs 04.02.2026) unverändert zur Vorwoche. Für Preisdruck bei Mais sorgte der schwächere US-Weizenpreis, während die dunkelgrünen Sojakurse als unterstützenden Faktor hervorzuheben sind.
https://www.ama.at/marktinformationen/getreide-und-olsaaten/preise/