Weizen- und Maiskurse in Paris stagnieren
Bessere Ernteaussichten für Weizen in Russland belasten die Kurse.
Die aktuellen Pariser Weizenpreise liegen zwar geringfügig über dem Fünfjahrestief am 27.01.2026 mit 187,25 EUR/t, verloren dennoch zum Mehrmonatshoch Ende Jänner 2026 von 194,25 EUR/t und liegen aktuell bei 190,75 EUR/t (März-Kontrakt, 18.02.2026). Belastend wirkten vor allem die verschlechterten EU-Weizenexportaussichten infolge des festeren Euro sowie der anhaltend rege Wettbewerb am Weltmarkt. Günstige Offerten aus Argentinien und weiterhin wettbewerbsfähige Schwarzmeer-Herkünfte setzen die Exportmöglichkeiten Richtung Nordafrika unter Druck. Wetterseitig ließ die Risikoprämie nach: Die Frostsorgen in der Ukraine und in Russland haben sich mit Blick auf Schneebedeckung und ausbleibende Schadensmeldungen beruhigt.
Bessere Ernteaussichten belasten die Maispreise
Die Pariser Maisnotierung liegt mit 189,25 EUR/t (18.02.2026) geringfügig unter der Vorwoche. Trotz einer etwas knapperen Maisbilanz laut aktuellen Berichts des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) bleibt der Maismarkt unter Druck. In Südamerika gibt es aktuell keine trockenheitsbedingten Änderungen der Maisernte und die Aussaat der zweiten Maisernte in Brasilien (die Safrinha-Maisernte) läuft durchschnittlich.
Pariser Rapspreise seit sechs Wochen im Plus
Die Rapsnotierung in Paris verzeichnet seit dem 12-Monatstief von 450 EUR/t am 24.12.2025 einen kräftigen Anstieg und liegt aktuell bei 487,50 EUR/t (Schlusskurs 18.02.2026, Mai-Kontrakt). Die Anstiege sind weiterhin mit dem günstigen Marktumfeld für Ölsaaten und insbesondere Soja zu begründen. Steigende Sojaexportverladungen in den USA, die Erwartung wachsender Import-Nachfrage in China und starke Regenfälle, die die Ernte in Brasilien verzögerten sind als preissteigernde Argumente anzuführen.
https://www.ama.at/marktinformationen/getreide-und-olsaaten/preise/