Masthühner: Hohe Bruteinlagen und Schlupfzahlen im ersten Quartal
Die österreichische Masthühnerproduktion zeigt zu Jahresbeginn hohe Bruteinlagen und gute Schlupfergebnisse. Gleichzeitig bleibt der europäische Bruteiermarkt durch anhaltende Tierseuchen beeinträchtigt.
Im ersten Quartal 2026 wurden insgesamt rund 31,2 Mio. Bruteier von Mastrassen in heimische Brutschränke eingelegt. Das entspricht einem Plus von 4,2 % gegenüber der Vorjahresperiode. Da der Ausbau der Mastkapazitäten intensiv vorangetrieben wird, müssen auch die Plätze für Mastelterntiere erweitert werden. Das betrifft insbesondere langsam wachsende Rassen, die Branchenberichten zufolge stark nachgefragt werden.
Schlupfzahlen über Vorjahresniveau
Im ersten Quartal 2026 stieg der Schlupf auf 25,2 Mio. Mastküken und lag damit 6,4 % über der Vorjahresperiode. Mit dem steigenden Bedarf an Elterntieren wächst auch die Abhängigkeit von Importen, da die inländische Produktion von Bruteiern den Bedarf nicht vollständig abdecken kann.
Europa: Wenig Bruteier aufgrund von Vogelgrippe
EU-weit waren Bruteier im vergangenen Jahr in mehreren Regionen Mangelware. Grund dafür war die starke Dezimierung der Elterntierbestände infolge der Vogelgrippe. Die angespannte Versorgungslage zeigte sich unter anderem an den deutlich erhöhten Bruteierpreisen auf den Spotmärkten. Auch heuer erwartet die Branche Beeinträchtigungen durch Tierseuchen wie Vogelgrippe und Newcastle-Krankheit, die sich auf die Produktion von Elterntieren auswirken. Die Entwicklung macht deutlich, dass die heimische Geflügelbranche auf den steigenden Bedarf reagiert, gleichzeitig aber weiterhin von der internationalen Versorgungslage abhängig bleibt.
Quelle: Statistik Austria. Erfasst werden eingelegte Bruteier und geschlüpfte Gebrauchsküken von Hühnern in Betrieben mit einer Mindesteinlagekapazität von 1.000 Bruteiern.