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22.05.2025

Pariser Weizennotierung legt um 7 Euro pro Tonne zu

Hitzewelle in China, Fröste in Russland und Trockenheit in den USA unterstützen die Weizenkurse.

Der September-Kontrakt für Weizen – der aktuelle Frontmonat der Pariser Börse – legte am Dienstag, 20.05.2025 von 202,50 EUR/t auf 209 EUR/t kräftig zu. Auch der stark gehandelte Dezember-Kontrakt legte von 213 auf 219,50 EUR/t nahezu ebenso kräftig zu.

In der Branche werden Berichte über eine Hitzeperiode in chinesischen Anbaugebieten als Grund für den steilen Kursanstieg genannt. China ist nämlich mittlerweile mit 142 Mio. t prognostizierter Erntemenge 2025/2026 der größte Weizenproduzent am Erdkreis. Es wird auch von Spätfröste in Anbaugebieten – des weltweit größten Weizenexporteurs – Russlands berichtet. Hinzu kommt eine Verschlechterung der Bestandsbewertung der US- Winterweizenbestände. 52 Prozent erhielten nur noch das Prädikat „good“ bzw. „excellent“, zwei Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche.

Als preisdrückende Faktoren können jedoch eine rasche US-Sommerweizenaussaat und die auf Rekordniveau erwartete Weizenerntemenge 2025/2026 erwähnt werden. Das USDA rechnet mit einem deutlichen Produktionsanstieg für 2025/2026, wobei erstmals die Marke von 800 Mio. t übertroffen werden dürfte. Die Schätzung von 808,5 Mio. t basiert auf der Prognose von größeren Ernten in der EU, in Indien, China, Großbritannien, Russland, Argentinien und Kanada.

Am heimischen Kassamarkt muss vor allem der Qualitätsweizenpreis Federn lassen, während die Mahlweizennotierung geringere Rückgänge aufweist. Es wurden im laufenden Getreidewirtschaftsjahr bis dato 976.584t Weichweizen aus der heimischen Landwirtschaft aufgekauft (-7% zum Vorjahr). Demgegenüber steht eine um 2% erhöhte Vermahlung in den heimischen Mühlen.

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  • DI Patrick Herz

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