Fruit Logistica 2026, Berlin
Technologischer Wandel durch KI und Robotik, Hochglanzprodukte auf den Verkaufsständen
Die FRUIT LOGISTICA 2026 in Berlin, stand neben den traditionellen Produktinnovationen- und Präsentationen von Obst- und Gemüse, heuer ganz im Zeichen tiefgreifender technologischer und struktureller Veränderungen.
Künstliche Intelligenz und Automatisierung sollen Abläufe in der Wertschöpfungskette grundlegend transformieren. Von der KI gestützten Ernteprognose über intelligente Gewächshaussteuerung bis hin zu automatisierten Sortier- und Qualitätskontrollsystemen kommen datenbasierte Lösungen bereits flächendeckend zum Einsatz. Unternehmen nutzen KI, um den Reife- und Erntezeitpunkt besser vorherzusagen, Ressourcen effizienter einzusetzen und schlussendlich auch die Ausschussware deutlich zu reduzieren.
Parallel dazu schreitet die Digitalisierung der Lieferketten konsequent voran. Cloud-basierte Plattformen, IoT-Sensorik und Echtzeit-Datenanalysen ermöglichen eine bisher unerreichte Transparenz entlang der gesamten Supply Chain. Temperaturgeführte Transporte, intelligente Routenplanung und digitale Schnittstellen zwischen Erzeugern, Logistikern und Handel sollen Planbarkeit und Resilienz gegenüber Marktstörungen verbessern.
Insgesamt zeigte sich auf der Fruit Logistica, dass die Branche an einem Wendepunkt steht. Digitalisierung, Automatisierung und datenbasierte Entscheidungsmodelle entwickeln sich mittlerweile vom Innovationsprojekt zur unternehmerischen Notwendigkeit. In Zeiten klimatischer Unsicherheiten und volatiler Märkte könnte sich die Anwendung und Integration dieser Technologien in bestehende Betriebsprozesse mittel- bis langfristig durchaus als strategischer Wettbewerbsvorteil erweisen.