Marktlage Erdbeeren
Angebot an frischen Erdbeeren steigt, Verfügbarkeit noch eingeschränkt, saisontypischer Verlauf der Abgabepreise
Angebot an frischen Erdbeeren steigt
Der heimische Erdbeermarkt ist stark saisonal geprägt und wird in der vor- und nachgelagerten Saison überwiegend durch Importe aus Südeuropa bzw. Nordafrika versorgt. Von Jänner bis März stammt ein Großteil der in Österreich angebotenen Erdbeeren aus Spanien und Italien. Markteintritt erster heimischer Chargen aus geschütztem Anbau sind Mitte- bis Ende März erwartbar. Österreich produziert jährlich etwa 14.000 bis 15.000 t Erdbeeren, während der Inlandsbedarf inkl. Verarbeitung 2024/25 bei rund 40.000 t lag. Daraus ergibt sich ein Selbstversorgungsgrad von 36 %, weshalb der Markt stark importabhängig ist. Wichtigstes Herkunftsland der Importware ist Spanien mit rund 47 % Marktanteil, gefolgt von Deutschland mit etwa 25 % und Italien mit rund 18 %.
Begrenzte Verfügbarkeiten durch Unwetter in Spanien und Italien
Die ersten größeren Mengen an frischen Erdbeeren erreichen die europäischen Zielmärkte in der Regel ab Februar, wodurch das Angebot im Handel rasch zunimmt. Italienische Erdbeeren ergänzen das Angebot ab Februar und März.
Heuer hat sich die Kampagne aufgrund extremer Wetterereignisse in Spanien aber auch Italien deutlich verzögert. Winterstürme sowie anhaltende Starkregenfälle im Mittelmeerraum führten zu teilweise massiven Schäden und Ertragsausfällen in versorgungsrelevanten Anbaugebieten. Die AMA berichtete.
Saisonaler Verlauf der Abgabepreise
Die Preisentwicklung für frische Erdbeeren folgt einem typischen saisonalen Verlauf. Aufgrund des begrenzten Angebots sind die Preise im Jänner meist relativ hoch. Mit steigenden Liefermengen aus Spanien und Italien sinken diese im Februar und März. Höhepunkt der heimischen Freilandsaison ist traditionell Mai, Juni.