Marktlage Spargel
Österreichischer Spargel aus der Region gefragt, Temperatur macht Menge, hohe Produktionskosten für Produzentenbetriebe
Produktion stabil
Der heimische Spargelanbau ist ein vergleichsweise kleines, aber wirtschaftlich durchaus interessantes Segment für Spezialisten innerhalb des Gemüsebaus.
Die jährliche Spargelproduktion lag in den letzten Jahren relativ stabil bei etwa 2.300 bis 2.800 Tonnen, wobei die Anbaufläche bundesweit rund 750 Hektar umfasst. Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Hektarertrag von etwa 3 bis 4 Tonnen, welcher naturgemäß stark von den Witterungsbedingungen abhängt.
Temperatur macht Menge
Besonders kalte Frühjahre können die Erträge teilweise deutlich reduzieren, während warme Temperaturen einen vergleichsweise frühen Saisonstart und hohe Erntemengen nach sich ziehen. Erste Partien aus heimischem Boden werden je nach Wetterlage und Bundesland für Anfang- Mitte April erwartet.
Regional konzentriert sich der heimische Spargelanbau auf das Marchfeld in Niederösterreich, welches mehr als die Hälfte der österreichischen Gesamtproduktion stellt. Weitere Anbaugebiete befinden sich in der Steiermark, im Burgenland und in Oberösterreich, wo vorzüglich Grünspargel kultiviert wird.
Traditionell dominiert der weiße Spargel mit einem Mengenanteil von rund 70 %, während grüner Spargel etwa 30 % ausmacht. Seit ein paar Jahren zeigt sich ein leichter Trend hin zu grünem Spargel, da sich dieser ein Stück weit einfacher produzieren lässt und bei Verbrauchern an Popularität gewinnt.
Österreichischer Spargel gefragt
Einen wesentlichen Anteil bei der Vermarktung von Spargel hat Regionalität und Herkunftskennzeichnung, insbesondere durch Qualitätsprogramme wie dem AMA-Gütesiegel. Neben Herkunft spielen auch Faktoren wie Güteklasse und Vermarktungsweg eine wichtige Rolle für die Preisbildung. Dem saisonalen Verlauf folgend werden die Einstandspreise heimischer Spargelstangen traditionell am Höchsten bewertet.
Hohe Kosten für Produzentenbetriebe
Wie der gesamte Sektor stehen auch spargelproduzierende Betriebe vor großen Herausforderungen. Hohe und immer höhere Inputkosten, Klimawandel und Arbeitskräftemangel setzen heimische Betriebe unter Druck.
Grundsätzlich sind Freundinnen und Freunde des Edelgemüses durchaus bereit für österreichischen Spargel etwas tiefer in die Tasche zu greifen, vorausgesetzt die Qualität stimmt.