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16.03.2026

Deutschland: Vogelgrippe, Newcastle-Krankheit und hohe Nachfrage belasten die Versorgung

Der deutsche Eiermarkt steht weiter unter Druck. Neben der hohen Osternachfrage belasten vor allem Vogelgrippe und erste Newcastle-Fälle die Versorgung. Zusätzlich fehlen Eier aus der abgeschafften Kleingruppenhaltung.

Die Versorgungslage am deutschen Eiermarkt wird neben der anhaltend hohen Nachfrage – verstärkt durch das näher rückende Osterfest – vor allem durch Tierseuchen wie die Vogelgrippe und aktuelle Fälle der Newcastle-Krankheit belastet. Beide Erkrankungen führen zu behördlich angeordneten Bestandsräumungen, die das Angebot spürbar verknappen. Bereits Ende Februar hatte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) über den bundesweit ersten Ausbruch der Newcastle-Krankheit seit 30 Jahren bei Geflügel informiert. Inzwischen wurden 13 Ausbrüche in Brandenburg und 11 Fälle in Bayern bestätigt, wobei Legehennen-, Puten-, aber auch Geflügelmastbetriebe betroffen sind. Laut Branchenvertreter mussten in Deutschland bereits rund eine Million Tiere im Zuge der Seuchenbekämpfung gekeult werden. 

Ende der Käfighaltung verschärft Marktlage
Neben Tierseuchen und der saisonal steigenden Nachfrage belasten auch strukturelle Veränderungen die Branche. Ende 2025 stellten die letzten deutschen Betriebe ihre Produktion in Kleingruppenhaltung ein – der letzten noch erlaubten Form der Käfighaltung. Diese Eier waren vor allem für die verarbeitende Industrie wichtig. Durch den Wegfall dieser Mengen verschieben sich nun Warenströme, was den Markt zusätzlich unter Druck setzt. Besonders betroffen sind Gastronomie und Lebensmittelverarbeiter, da der Lebensmitteleinzelhandel bevorzugt beliefert wird. 

Markt bleibt angespannt – aber nicht kritisch
Trotz der aktuellen Belastungen sehen Marktexperten derzeit keine akute Krise für den deutschen Eiermarkt. Es zeigen sich zwar Lücken in den Regalen und die Auswahl ist spürbar eingeschränkt, doch die Versorgung bleibt weiterhin sichergestellt. Zu Ostern könnte sich die Lage aufgrund der saisonal steigenden Nachfrage weiter zuspitzen – zusätzlich verstärkt durch den erhöhten Bedarf der Färbereien. 

Quelle: Eier-Wild-Geflügel-Markt

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  • DI Regina Reiterer

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