EU-Eierimporte 2025: massive Zuwächse aus der Ukraine
Die Europäische Union blieb 2025 Nettoexporteur bei Eiern, doch die Vogelgrippe veränderte das Gleichgewicht: weniger Ausfuhren, mehr Einfuhren. Die Ukraine baute ihre Rolle als wichtigster EU-Lieferant deutlich aus.
Nach den jüngsten Angaben der Europäischen Kommission stiegen die EU-Einfuhren von Eiern und Eiprodukten im Jahr 2025 auf knapp 189.000 t Eiäquivalent. Das entspricht einem Plus von 54 % gegenüber dem Vorjahr. Die ukrainischen Eierimporte stellen inzwischen 64 % aller EU-Einfuhren und liegen damit deutlich vor dem Vereinigten Königreich mit einem Anteil von 8 %. Die Ukraine steigerte ihre Liefermengen 2025 auf knapp 121.000 t. Zu den wichtigsten Abnehmern innerhalb der EU zählten Spanien mit über 20.000 t sowie Polen, Italien, Kroatien und die Niederlande. Teilweise kompensierte die ukrainische Ware Ausfälle, die in diesen Ländern durch die Vogelgrippe entstanden waren. 2024 lagen die Einfuhren von ukrainischen Eiern und Eiprodukten noch bei rund 75.000 t – die Ukraine konnte die Lieferungen in die EU somit um 61 % innerhalb eines Jahres steigern.
Die Lieferungen aus dem zweitwichtigsten Herkunftsland – dem Vereinigten Königreich – gaben 2025 hingegen auf knapp 16.000 t nach, was einem Minus von 7 % gegenüber 2024 entspricht. Deutliche prozentuelle Zuwächse wurden auch für Nordmazedonien (+144 %) und China (172 %) verzeichnet. Die Einfuhren aus diesen Ländern beliefen sich auf 10.000 t bzw. 4.600 t.
Wertmäßig wurden 2025 Eier und Eiprodukte im Umfang von rund 334,93 Mio. Euro in die EU eingeführt. Das entspricht einem deutlichen Plus von 82 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
EU-Eierexporte 2025: Vogelgrippe dämpft Ausfuhren
Die Europäische Union blieb auch im vergangenen Jahr Nettoexporteur. Insgesamt sanken die Ausfuhren der EU-Mitgliedsstaaten auf knapp 350.000 t. Das entspricht einem Rückgang von 3,1 % gegenüber 2024.Die zahlreichen Vogelgrippe-Ausfälle wirkten sich spürbar auf die Exportleistung aus. Zwischen Oktober und Dezember 2025 mussten knapp 8 Mio. Legehennen gekeult werden – entsprechend knapp waren Eier verfügbar.
Der wichtigste Abnehmer von Eiern und Eiprodukten war das Vereinigte Königreich, das seine Bezüge allerdings um 5 % auf 139.000 t senkte. Japan importierte 58.000 t und damit 4 % weniger als in der Vorjahresperiode. In die Schweiz wurden knapp 48.000 t geliefert, was einem leichten Plus von 1 % entspricht. Die Erlöse stiegen im selben Zeitraum um 5 % auf insgesamt 663,12 Mio. Euro.