Geflügelmarkt 2026: Heimische Masthühnerproduktion legt zu
Die Hühnerschlachtungen zogen in den ersten vier Monaten spürbar an. Auch die EU- und Weltproduktion ist auf Wachstumskurs.
Masthühnerproduktion wächst – jedoch leichte Rückgänge bei den April-Schlachtungen
Laut aktuellen Daten der Statistik Austria wurden im April 2026 insgesamt 9,46 Mio. Hühner geschlachtet – knapp unter dem Niveau von April 2025 (-0,7 %). Das Schlachtgewicht erreichte 14,6 Mio. kg. Kumuliert über die ersten vier Monate des Jahres summierten sich die Schlachtungen auf 36,39 Mio. Tiere. Das entspricht einem Plus von 4 % gegenüber der Vorjahresperiode. Der stärkste Monat war der März mit insgesamt 9,59 Mio. Hühnerschlachtungen und einem Zuwachs von 12 % zum Vorjahr. Geflügelfleisch bleibt im Lebensmittelhandel weiterhin gut nachgefragt, die Ware fließt zügig ab.
Schlachtungen, Bruteinlagen und Kükenschlupf 2024-2026
EU und Weltmarkt: Geflügelproduktion steigt weiter
Die Geflügelproduktion in der EU-27 legte im ersten Quartal 2026 um 5,7 % zu. Nach Angaben der Europäischen Kommission konnten vor allem kleinere Produzentenländer wie Ungarn, Rumänien und Bulgarien ihre Erzeugung deutlich steigern. Spanien, der größte Geflügelproduzent der Europäischen Union, verzeichnete ein Plus von rund 7 % gegenüber der Vorjahreszeitraum, während Polen seine Produktion sogar um knapp 16 % ausbaute. Auffällig ist, dass einige große Erzeugerländer hingegen Rückgänge meldeten – darunter die Niederlande, Frankreich, Italien und Deutschland. Für das Gesamtjahr 2026 wird erwartet, dass die EU-Produktion von Hühnerfleisch um 1 % auf 12,3 Mio. t wächst. Begründet wird dies mit einer starken Binnennachfrage und der Annahme, dass die Zahl der Ausbrüche von Vogelgrippe zurückgeht.
Auch weltweit steigt die Geflügelfleischerzeugung weiter an. Laut dem US-Landwirtschaftsministerium (USDA) soll die globale Produktion von Hühnerfleisch 2026 voraussichtlich 110,7 Mio. t erreichen – ein Zuwachs von 3 % gegenüber dem Vorjahr. China und Brasilien treiben diese Expansion maßgeblich voran.