Pariser Weizenpreise steigen zögerlich, Rapsnotierungen brechen ein
Die jüngsten Entwicklungen im Iran-Konflikt senden gemischte Signale für die internationalen Getreide- und Ölsaatenmärkte aus.
Aus Wochensicht sind die Pariser Weizenpreise geringfügig gestiegen. Weizen kostet aktuell in Paris 203,25 EUR/t (Schlusskurs 18.6.2026, September-Kontrakt) und lag in der Vorwoche bei 201,00 EUR/t (12.06.2026, September-Kontrakt). Als Grund für Anstieg zur Vorwoche werden die erwarteten Nachfragesteigerungen am Weltmarkt durch die Aussichten auf Frieden im Iran-Konflikt.
Als preissteigerndes Argument könnte man auch die zum Vorjahr verringerte und im aktuellen USDA-Bericht nochmals nach unten korrigierte Weizenernte in den USA anführen, jedoch ist diese Entwicklung laut den meisten Börsenbeobachtern bereits eingepreist.
Als preisdrückendes Argument könnte man die aktuellen Prognosen für die EU-Weizenernte 2026 anführen, welche zwar unter dem 10-Jahreshoch 2025 liegen, aber die gedämpften Ernteprognosen im Frühjahr 2026 übertreffen.
Der Pariser Maiskurs liegt aktuell bei 212,50 EUR/t (Schlusskurs 18.6.2026, August-Kontrakt) und liegt damit nahezu unverändert zum Vorwochenniveau von 213,00 00 EUR/t (12.06.2026, August -Kontrakt).
Raps notierte mit dem Schlusskurs am 18.6.2026 502,00 EUR/t für den August-Kontrakt und mit 509,25 EUR/t für den November-Kontrakt. Vor einer Woche lag der August-Kontrakt an der Pariser bei 520,75 EUR/t und der November-Kontrakt bei 525,50 EUR/t.
Hauptgrund hierfür ist durch die aktuellen Friedenshoffnungen im Iran-Konflikt der gesunkenen Rohölpreis (Brent, Chicagoer Börse) von 89,24, USD /barrel am 12.06.2026 auf 81,09 USD/barrel.
Auch die internationalen Harnstoffpreise (an der CBoT) sind in den letzten Wochen deutlich rückläufig und liegen aktuell bei 359,00 USD/t (Schlusskurs 18.6.2026). Vor einer Woche lagen sie bei 355 USD/t, am 15.April bei 718 USD/t, vor dem Iran-Krieg Ende Februar bei 466 USD/t.