Hitzewelle führt zu Anstieg der Pariser Weizenpreise
Die in weiten Teilen Europas auftretende Hitzewelle unterstützt die Pariser Notierungen von Weizen, Mais und Raps im Vergleich zur Vorwoche.
Aus Wochensicht sind die Pariser Weizenpreise gestiegen. Weizen kostet aktuell in Paris 206 EUR/t (Schlusskurs 25.6.2026) aus Sicht des Frontmonats September und 212,25 EUR/t aus Sicht des stark gehandelten Dezember-Kontraktes. Damit sind beide Kontrakte deutlich zur Vorwochennotierung angestiegen (September-Kontrakt: 201,00 EUR/t, Dezember-Kontrakt: 208,50 EUR/t, Schlusskurs 19.06.2026). Hauptaugenmerk legen die Marktbeobachter aktuell auf die Hitzewelle in Frankreich, dem EU-Land mit der normalerweise größten Weizenproduktion der EU. Für die großteils noch nicht geernteten Bestände könnten die Erträge merklich sinken.
Der Pariser Maiskurs liegt aktuell bei 228,00 EUR/t (Schlusskurs 25.6.2026, August-Kontrakt) und überstiegt somit das Vorwochenniveau mit einem Plus von 15,50 EUR/t deutlicher als die Weizennotierung.
Raps notiert am 25.6.2026 mit 518,75 EUR/t für den August-Kontrakt, wodurch das Vorwochenniveau von 502,00 EUR/t (18.6.2026) merklich übertroffen wird.
Seit Mitte Juni wird in Österreich im östlichen Frühdruschgebiet Wintergerste geerntet, in der abgelaufenen Woche wurden zudem schon die ersten Weichweizenpartien gedroschen. Die Hektarerträge sowie Qualitäten sind bis dato durchwachsen, da die ersten Druschpartien zumeist auf leichten Böden gewachsen sind. An der Wiener Produktenbörse notiert Futtergerste mit 161,50 EUR/t (24.06.2026) geringfügig (-0,50 EUR/t) unter der entsprechenden Vorwochennotierung und deutlich unter dem Preisniveau für Futtergerste der alten Ernte 2025 (173 EUR/t am 03.06.2026). Qualitätsweizen der neuen Ernte 2026 notierte am 24.06.2026 mit 202,00 EUR/t deutlich unter der schon länger zurückliegenden Notierung der neuen Ernte 2026 mit 216,00 EUR/t am 13.05.2026.