Erstes Halbjahr 2026: mehr Hühnerschlachtungen und Bruteinlagen
Die Bruteiereinlagen deuten für die nächsten Monate auf einen leichten Produktionsanstieg hin. Zahl der geschlüpften Küken und Schlachtmengen sind in der ersten Jahreshälfte gestiegen.
Mastrassen: Bruteier und Schlupfergebnisse über Vorjahresniveau
Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Österreich 62,1 Mio. Bruteier von Mastrassen eingelegt. Das entspricht einem Plus von 3,3 % gegenüber der Vorjahresperiode. Insgesamt schlüpften 49,7 Mio. Küken – ein Zuwachs von knapp 5 % im Vergleich zum Vorjahr. Bereits 2025 zeigte sich eine deutliche Aufstockung der Bruteinlagen in der Mastlinie: Insgesamt setzten die heimischen Brütereien 121 Mio. Bruteier ein – rund 5 Mio. Stück bzw. 4,6 % mehr als 2024. Laut Statistik Austria sind Brütereien mit einer Mindesteinlage von 1.000 Eiern meldepflichtig
Schlachtungen, Bruteinlagen und Kükenschlupf 2024-2026
Heimischer Geflügelmarkt: Anstieg bei Hühnerschlachtungen und Schlachtgewicht
Die hohen Temperaturen und die Urlaubszeit haben die Nachfrage nach Geflügelfleisch zuletzt spürbar gedämpft. In der ersten Jahreshälfte war das Verbraucherinteresse hingegen hoch. Von Jänner bis Juni 2026 wurden laut Statistik Austria 54,4 Mio. Masthühner geschlachtet, ein Anstieg von 2,3 % gegenüber dem Vorjahr. Das Schlachtgewicht erreichte im selben Zeitraum 82.500 t, was einem Zuwachs von 4,4 % entspricht. Laut Branche werden laufend neue Stallungen in Betrieb genommen. Für das Gesamtjahr wird ein Wachstum von rund 2,5 % erwartet.
Deutschland: Weniger Geflügelfleisch produziert
Die deutsche Geflügelfleischproduktion ist im ersten Halbjahr 2026 leicht zurückgegangen. Laut dem Statistischen Bundesamt wurden 343,2 Mio. Tiere geschlachtet, 0,8 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Die erzeugte Menge sank deutlicher um 24.900 t bzw. 3,2 % auf rund 755.000 t. Damit lag die Geflügelfleischproduktion im ersten Halbjahr auf dem niedrigsten Stand seit 2017.
Eine mögliche Ursache ist die seit Jahren rückläufige Putenfleischerzeugung in Deutschland, während die Masthühnerproduktion stabilisierend wirkt. Hauptursache dürfte die fortgesetzte Einschränkung der Putenhaltung sein. Marktanalysten verweisen zudem auf vergleichsweise hohe Produktionskosten und eine rückläufige Kundennachfrage – das preiswertere Hühnerfleisch landet häufiger im Einkaufswagen. Auch Tierseuchen – Deutschland war zuletzt stark von der Vogelgrippe und Newcastle Krankheit betroffen – wirken als weiterer hemmender Faktor in der Geflügelfleischproduktion.