Angesäuerte und süße Milchmischprodukte der österreichischen Molkereien bleiben auch 2025 Topseller im Export
Laut der jährlichen Erhebung der Agrarmarkt Austria zählten im Vorjahr Käse und Topfen, neben den angesäuerten und süßen Milchmischprodukten, zu den gefragtesten heimischen Molkereiprodukten im Ausland und erreichten Rang zwei.
Obwohl Trinkmilch mit einem Exportvolumen von etwas mehr als 313 Mio. kg (+ 3,7 Mio. kg) auch 2025 die wichtigste Exportkategorie der heimischen Molkereiwirtschaft blieb, verzeichneten die angesäuerten und süßen Milchmischprodukte das stärkste Exportwachstum (+ 13%). Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Ausfuhren dieser Produktgruppe um 36,5 Mio. kg auf insgesamt 309,5 Mio. kg. Damit wurden mehr als 63 % der gesamten Produktion exportiert. Seit 2018 kann ein laufender Exportwachstum dieser Kategorie beobachtet werden. Zu den wichtigsten Exportprodukten in diesem Segment zählten Milch mit sonstigen Zusätzen UHT (87,6 Mio. kg), Kefir (63,7 Mio. kg), Joghurt (26,8 Mio. kg) und Kakaomilch UHT (16,6 Mio. kg). Kefir hat bereits seit einem Jahrzehnt die schnellste Wachstumssteigerung in dieser Produktgruppe.
Die österreichischen Exporte von Käse & Topfen konnten 2025 erneut zulegen. Mit 112,6 Mio. kg wurde das Vorjahresergebnis um 6 % übertroffen und es war außerdem die höchste Absatzmenge im Ausland die Österreich bei Käse je erzielt hat. Damit fand nahezu jede zweite in Österreich produzierte Tonne Käse ihren Weg ins Ausland. Absoluter Spitzenreiter war Cottage-Cheese mit einem Ausfuhrvolumen von fast 23 Mio. kg (+ 40 % gegenüber 2024). Eine mehr als beachtliche Exportsteigerung konnte bei Doppelschimmelkäse und Schotten beobachtet werden. Im höherpreisigen Segment führten Rohmilch-Bergkäse mit 9 Mio. kg und Schnittkäse mit 26,7 Mio. kg die Liste an. Edamer hingegen musste einen Exportverlust von 1,4 Mio. kg bzw. 25 % gegenüber dem Vorjahr hinnehmen.
Die Exporte von Süß- und Sauerrahm überstiegen 2025 das Vorjahresniveau um 9 % und erreichten 14,6 Mio. kg. Besonders gefragt war erneut Süßrahm UHT mit über 29 % Fettgehalt (4,7 Mio. kg), der internationale Märkte überzeugte. Dahinter folgte Süßrahm ESL mit derselben Fettstufe mit 3,9 Mio. kg. Seit 2020 ist eine stetige Exportsteigerung in dieser Produktkategorie zu beobachten.
Damit zeigt sich, dass österreichische Molkereiprodukte nicht nur durch Qualität punkten, sondern auch durch Beständigkeit auf den Exportmärkten.
Die Butterexporte verzeichneten 2025 allerdings einen Exportrückgang. Mit einer Ausfuhrmenge von 1,2 Mio. kg lag das Exportvolumen deutlich unter dem Vorjahreswert von 1,6 Mio. kg. Die Butterexporte hatten 2019 den Höchstwert mit 2,1 Mio. kg erreicht. Seither sind die Mengen von Jahr zu Jahr gesunken. Österreich zählt traditionell nicht zu den großen Exporteuren in diesem Bereich. Vielmehr ist das Land weiterhin auf Importe angewiesen, um den Inlandsbedarf zu decken.
Hinweis: Wie immer finden Sie in den Jahresberichten für Milch und Milchprodukte detaillierte Angaben zu den Exportdaten. Der Jahresbericht für 2025 wird im September 2026 veröffentlicht.
Die Daten dieser Auswertung beziehen sich ausschließlich auf Produkte aus österreichischer Produktion. Die Ergebnisse dieser Erhebung sind nicht direkt mit den Außenhandelsdaten der Statistik Austria vergleichbar, da diese sämtliche Exporte aus Österreich, einschließlich jener Milchprodukte, die nicht in Österreich hergestellt wurden und als sogenannte „Durchschleusware“ in andere Länder weiterexportiert werden, enthalten.