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15.01.2026

EU-Ausblick: Höherwertige Milchprodukte bestimmen den Exportkurs bis 2035

Die EU-Kommission rechnet mit einer stabilen Milchproduktion und einer steigenden weltweiten Nachfrage bis 2035. Die Wertschöpfung verschiebt sich zunehmend in Richtung Käse- und Molkeprodukte.

EU-Milchproduktion wächst langsamer bis 2035

Die Europäische Kommission erwartet im aktuellen EU-Agrarausblick 2025-2035 eine stabile Milchproduktion trotz rückläufiger Kuhbestände. Die steigende Effizienz in der Milchviehhaltung hat den Rückgang der Milchkühe in der EU-27 weitgehend kompensiert, sodass die Produktion im Zeitraum 2015-2025 jährlich um rund 0,8 % wachsen konnte. Bis 2035 dürfte die Rohmilchproduktion nur noch um durchschnittlich 0,1 % pro Jahr zulegen. Die Kuhmilchproduktion wird voraussichtlich auf 154,59 Mio. t steigen, wovon 149,94 Mio. t in die Molkereien fließen. Laut Bericht wird auch die Milchleistung künftig langsamer wachsen: Zwischen 2025 und 2035 wird ein jährlicher Zuwachs von etwa 1,2 % erwartet – deutlich weniger als die rund 2 % pro Jahr im Zeitraum 2015-2025. Zwischen den Regionen bestehen weiterhin große Unterschiede: Während Länder wie Polen ihre Milchleistung in der Vergangenheit stark steigern konnten, begrenzen in anderen Staaten – etwa Frankreich – sinkende Kuhzahlen die Produktion. Zudem könnten strengere nationale Vorgaben zur Reduktion von Stickstoff- und Treibhausgasemissionen die Tierbestände in einigen Mitgliedstaaten weiter verringern.

Abb.: Jährliche Entwicklung der Milchproduktion, Milchleistung und Zahl der Milchkühe in der EU (%)

EU stärkt Marktposition über höherwertige Milchprodukte

Der Pro Kopf Verbrauch von Milchprodukten in der EU dürfte bis 2035 um rund 6 kg Milchäquivalent steigen. Besonders gefragt sind proteinreiche, fett- und zuckerreduzierte sowie angereicherte Milchprodukte. Trotz wachsender pflanzlicher Alternativen bleiben Milchprodukte voraussichtlich eine zentrale Eiweißquelle in der europäischen Ernährung. Um den wachsenden globalen Bedarf nach Milchprodukten zu decken, dürfte die weltweite Produktion auch im kommenden Jahrzehnt jährlich um rund 2 % zulegen. Die Europäische Union stärkt ihre Wettbewerbsposition vor allem über höherwertige Produkte. Zwar bleiben die Exportmengen weitgehend konstant, doch der Wert der Ausfuhren könnte bis 2035 jährlich um rund 2,6 % steigen. Im Segment Magermilchpulver verschärft sich der Wettbewerb zwischen der EU und den USA. Gleichzeitig bleibt die EU bis 2035 führend im Käseexport, gestützt durch eine steigende Produktion und wachsende Nachfrage. 

Käse bleibt wichtigstes EU-Exportprodukt

Käse bleibt sowohl im Binnenmarkt als weltweit stark nachgefragt und damit weiterhin das wichtigste Ausfuhrprodukt der EU. Bis 2035 wird ein jährliches Exportwachstum von 0,7 % erwartet. Gleichzeitig dürfte zunehmender Wettbewerb – vor allem bei günstigeren Käsesorten – das Wachstum bremsen. 
Auch die Nachfrage nach Molkeprodukten steigt weiter, vor allem getrieben durch den Markt für angereicherte Lebensmittel und Sporternährung. Sowohl die Molkeproduktion in der EU als auch die Molkeexporte sollen bis 2035 moderat zunehmen – um jährlich etwa 0,8 % bzw. 0,5 %. Während die Inlandsnachfrage nach Butter stabil bleibt, verliert die EU im Exportgeschäft an Wettbewerbsfähigkeit; die Butterexporte könnten jährlich um 0,6 % sinken. Trotz schwacher Exportchancen bleibt die Inlandsnachfrage nach Butter ausreichend stark, um die Produktion bis 2035 leicht zu erhöhen (jährlich +0,3 %). Magermilchpulver dürfte in Produktion und Export weitgehend stabil bleiben, während Vollmilchpulver wegen sinkender Nachfrage und geringerer Wettbewerbsfähigkeit deutlich verliert. Die Kommission erwartet einen Rückgang von jährlich -0,8 % bei der Produktion und -2,8 % bei den Exporten. 
Der Bericht geht davon aus, dass die Produktion von frischen Milcherzeugnissen im nächsten Jahrzehnt ebenfalls sinken könnte – mit einem Rückgang bei Trinkmilch, aber einem Anstieg bei Joghurt und Obers. Auch die Exportmengen bei frischen Milchprodukten dürften bis 2035 deutlich unter den Werten des vergangenen Jahrzehnts liegen, da die Nachfrage nach Trinkmilch in China sinkt.

Quelle: EU agricultural outlook report 2025-2035

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