Historischer Tiefstand – heimische Milchlieferanten werden immer weniger
Im Dezember 2025 gab es nur mehr 20.811 milchliefernde Betriebe in Österreich.
In Österreich haben im Vorjahr 746 milchliefernde Betriebe ihre Tätigkeit eingestellt. In Oberösterreich, der sogenannten Milchhochburg, schlossen gleich 301 Betriebe ihre Stalltüren für den Milchsammelwagen. Damit zählt Oberösterreich zum ersten Mal weniger als 5.000 milchliefernde Betriebe. Tirol hält mit 3.625 aktiven Milchlieferanten (58 Betriebe weniger als im Vorjahr) den zweiten Platz im Bundesländerranking. Danach folgen Niederösterreich mit 3.445 Lieferanten, das sind um 129 Betriebe weniger als im Jahr 2024 ( -3,6%) und die Steiermark mit 3.225 Lieferanten (ebenfalls -3,6% zum Vorjahr). Obwohl die milchliefernden Betriebe kontinuierlich zurückgehen, haben die hiesigen Molkereien und Sennereien mehr Rohmilch als im Jahr 2024 übernommen (+ 3,8%). Das ergibt eine Anlieferungsmenge von 3,51 Mio. t.
Die aktuelle Auswertung über die Anzahl der Milchlieferanten zeigt einmal mehr, dass die Betriebe zusperren oder im günstigsten Fall umstellen. Obwohl der Auszahlungspreis für Rohmilch im vergangenen Jahr als sehr gut bezeichnet werden kann, sehen viele Betriebe keine Zukunft in dieser Sparte. Der Strukturwandel (Wachsen oder Weichen) setzt sich fort. Vor allem kleine Betriebe schließen und ihre Flächen werden von den größeren Betrieben übernommen bzw. weiterbewirtschaftet. Fehlende Hofnachfolger, strenge Auflagen und Umweltpolitik sowie der ökonomische Druck tragen ihr weiteres dazu bei.
Detaillierte Information zu der Anzahl der Milchlieferanten finden Sie unter:
https://www.ama.at/marktinformationen/milch-und-milchprodukte/kennzahlen/