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27.01.2026

EU Agricultural Outlook 2025-2035

Marktausblick der europäischen Kommission für Äpfel

EU-Produktionsflächen rückläufig, Erträge steigen moderat
Die Gesamtproduktion von Äpfeln für den Frischverzehr in den sechs wichtigsten Apfelanbauländern der EU (Polen, Italien, Frankreich, Deutschland, Spanien und Ungarn) dürfte im Zeitraum von 2025 bis 2035 gesamt um rund 1,6 % zunehmen. Dieser moderate Produktionsanstieg erfolgt trotz eines prognostizierten Rückgangs der Anbaufläche um etwa 4,6 %, was auf eine fortschreitende Produktivitätssteigerung je Hektar hindeutet. Die durchschnittlichen Erträge könnten EU-weit bis zu 7 % steigen, wobei sich die Entwicklung zwischen den Mitgliedstaaten deutlich unterscheidet.
Besonders ausgeprägt ist der strukturelle Wandel in Polen, dem größten Apfelproduzenten der EU. Dort wird aufgrund von Abgängen kleinerer und weniger wettbewerbsfähiger Betriebe doch mit einem deutlichen Rückgang der Anbaufläche gerechnet. Dieser Flächenverlust könnte jedoch durch einen durchschnittlichen Ertragsanstieg von etwa 6,5 % bis 2035 kompensiert werden. Treiber dieser Entwicklung sind Investitionen in moderne, intensiv bewirtschaftete Obstanlagen mit höheren Pflanzdichten, verbesserten Sorten sowie einer stärkeren Spezialisierung auf den Verarbeitungssektor (z. B. Saft- und Konzentrat). 

Klimawandel als Herausforderung für Produktionsbetriebe
Zu den zentralen Herausforderungen für die Produktionsbetriebe zählen laut EU-Prognose neben dem Klimawandel insbesondere der eingeschränkte Zugang zu Pflanzenschutzmitteln, steigende Arbeits- und Energiekosten sowie ein wachsender Wettbewerbsdruck auf internationalen Märkten.

EU- Exporte könnten bis 2035 zulegen
Der Außenhandel bleibt ein wesentlicher Faktor für den EU-Apfelsektor. Bereits derzeit exportiert die EU nahezu 50 % ihrer gesamten Apfelproduktion. Dieser Anteil könnte bis 2035 auf etwa 55 % steigen. Polen und Italien werden voraussichtlich auch weiterhin die wichtigsten Exporteure sowohl von frischen Äpfeln als auch von Verarbeitungserzeugnissen bleiben. Dennoch könnten beide Länder, bedingt durch eine stagnierende Nachfrage in traditionellen Absatzmärkten sowie zunehmende Konkurrenz aus Drittstaaten, ein abnehmendes Nettoexportwachstum bei Frischäpfeln verzeichnen.
Insgesamt dürfte die EU auch im kommenden Jahrzehnt ein Nettoexporteur von Frischäpfeln bleiben. Das Exportvolumen könnte im Zeitraum 2025–2035 um etwa 4,9 % gegenüber dem Referenzzeitraum 2021–2025 steigen. 
Eine stärkere Ausrichtung auf Bio-Äpfel, regional differenzierte Qualitätsprodukte sowie „Club-Sorten“ mit geschützter Vermarktung könnte dazu beitragen, die Wettbewerbsposition der EU auf den Weltmärkten zu festigen und höhere Wertschöpfung zu erzielen.

Den Link zum Originalbericht (engl.) mit weiteren Informationen finden sie hier

Quelle: Europäische Kommission (Stand 12/25)

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