Eiermarkt: Stabile Preisentwicklung
Die heimischen Packstellenpreise entwickeln sich weiterhin stabil. Das Angebot ist in allen Haltungsformen bedarfsdeckend.
Packstellenpreise in Österreich auf stabilem Niveau
Die Packstellen meldeten im Juni insgesamt stabile Verkaufspreise an den Handel. Bodenhaltungseier der verkaufsstärksten Größe M wurden durchschnittlich zu 19,15 €/100 Stück abgegeben, was einem Rückgang von 7 Cent gegenüber dem Vormonat entspricht. Bio-Eier lagen bei 35,43 €/100 Stück und verzeichneten nach dem Höchststand im Vormonat Abschläge von 6 Cent. Die Preise für Freilandeier der Klasse M stiegen hingegen leicht an und erreichten 22,69 €/100 Stück (+9 Cent). Über alle Gewichtsklassen hinweg lagen die Preise sämtlicher Haltungsformen deutlich über dem Vorjahresniveau. Den stärksten Zuwachs verzeichneten Bodenhaltungseier (+16 %), gefolgt von Freilandware (+12 %) und Bio-Eiern (+9 %).
EU-Preise knapp über Vorjahresniveau
EU-weit kam es zuletzt zu einem saisonal üblichen Rückgang der Packstellenpreise. Nach dem Höchststand im März 2026 gaben die Verkaufspreise in den 27 Mitgliedstaaten spürbar nach und erreichten im Juni durchschnittlich 258 €/100 kg für Käfig- bzw. Bodenhaltungseier. Trotz dieser Korrektur lag das Niveau weiterhin 2,4 % über dem Vorjahreswert. In Deutschland führte ein zumindest vorübergehend größeres Angebot zu sinkenden Eierpreisen. Frische Konsumeier werden auf sommerlich normalem Niveau nachgefragt. Zusätzlich nimmt die Verarbeitungsindustrie Ware aus dem Markt. Damit deutet vieles darauf hin, dass die Talsohle erreicht ist.
Heimische Eierproduktion robust – Rückläufige Mengen in der EU
Die heimische Versorgung war trotz reduziertem Angebot aufgrund der saisonüblichen Ausstallungen stabil. Laut der Österreichischen Eierdatenbank wurden im ersten Halbjahr 2026 knapp 47.000 Tonnen Frischeier erzeugt – das sind etwa 1.600 Tonnen mehr als im Vorjahreszeitraum. Auf EU-Ebene entwickelte sich der Markt hingegen schwächer. Die vorläufigen Zahlen der EU-Kommission weisen für die ersten vier Monate ein Minus von 3,7 % gegenüber 2025 aus. Die Slowakei konnte mit einem Plus von 25 % die größte Steigerung verbuchen. Frankreich, der wichtigste EU-Produzent, meldete für 2026 eine stabile Entwicklung. In Deutschland verringerte sich die Erzeugung seit Jahresbeginn um nahezu 6 %.