Anstieg der Pariser Weizen- und Maisnotierungen
Die Weizennotierungen steigen aufgrund der Kampfhandlungen im Schwarzen Meer; eine schlechtere Ertragsprognose für US-Mais hebt die Maispreise
Weizen in Paris liegt aktuell bei 241,00 EUR/t (20.8.2026, Dezember-Kontrakt) und übersteigt damit deutlich die Vorwoche (232,25 EUR/t, 20.8.2026, Dezember-Kontrakt).
Die Weizennotierungen stehen angesichts der zunehmenden Kampfhandlungen im Schwarzmeerraum weiterhin unter erheblichem Einfluss geopolitischer Entwicklungen. In den vergangenen Tagen haben die gegenseitigen Angriffe Russlands und der Ukraine auf die Schifffahrt sowie auf Hafeninfrastrukturen beider Länder erneut zugenommen. Medienberichten zufolge ist der Getreideexport über das Schwarze Meer dadurch weitgehend zum Erliegen gekommen. Nach Angaben von Reuters sollen derzeit mehr als 97 % der Getreideexportkapazitäten Russlands und der Ukraine im Schwarzmeerraum außer Betrieb sein. Zudem wird über einen deutlichen Rückgang der Agrarexporte der Ukraine und Russlands seit 1.August 2026.
Die Maisnotierungen an den US-Börsen setzten ihre Aufwärtsbewegung fort. Als wesentlicher Impulsgeber gilt weiterhin die Pro Farmer Crop Tour im Mittleren Westen der USA. Auch am dritten Tag der Erhebung fielen die Ergebnisse der Feldbesichtigungen überwiegend enttäuschend aus. Für Illinois, den zweitwichtigsten Maisproduzenten der USA, wurde der Flächenertrag auf durchschnittlich 184,2 Bushel je Acre geschätzt. Damit liegt die Prognose um 7,7 % unter dem Vorjahreswert und um 7,5 % unter dem Dreijahresmittel. Auch für Iowa zeichnet sich ein vergleichbares Bild ab. Die endgültigen Ergebnisse für den wichtigen Maisproduzenten lagen zum Handelsschluss allerdings noch nicht vor. Die bislang veröffentlichten Ergebnisse der Crop Tour verstärken damit die Zweifel an den bisherigen Ertragserwartungen für die US-Maisernte und stützen die Notierungen an den Terminmärkten.