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20.03.2026

Internationale Weizen-, Mais- und Düngemittelpreise steigen weiter; Rapskurse brechen ein

Die internationalen Weizen- und Maisnotierungen an der Pariser Börse weisen auch in der vergangenen Woche Zuwächse auf, während der Rapskurs deutlich zurückgeht.

Die internationalen Weizennotierungen an der Pariser Börse sind nach einem Anstieg vom Beginn des Iran-Kriegs bis Freitag, 13. März 2026, auf ein Niveau von 210,50 EUR/t nach oben geklettert. Danach folgte – durch die weiterhin üppige Getreideversorgung am Globus – ein Preisrückgang auf 205 EUR/t am Dienstag,17.03.2026. Der gezielte Beschuss von Einrichtungen zur Energiegewinnung im Zuge des Iran-Kriegs durch die USA und Israel ließ die Rohölkurse nach oben klettern, was sich auch auf Weizen in Paris in Form eines Plus von 2,25 EUR/t von Dienstag auf Mittwoch, 18.03.2026, auswirkte. Vergleicht man den aktuellen Mittwoch-Schlusskurs mit dem der Vorwoche ergibt sich ein Preisplus von 1,50 EUR/t.

Am regionalen Weizenmarkt ist trotz der Preisentwicklungen in Paris keine Preiserhöhung – für die Restvermarktung der alten Ernte 2025 – ersichtlich. Die Wiener Produktenbörse notiert am 18.03.2026 Qualitätsweizen mit 192 EUR/t marginal unter der Vorwoche (-1,00 EUR/t). Die gute Versorgung aus der Ernte 2025 am EU-Binnenmarkt wirkt neben den aktuell erhöhten Logistikkosten drückend auf die Vermarktung.

Der Pariser Maispreis ist mit aktuell 210,00 EUR/t (Schlusskurs 18.03.2026, Juni-Kontrakt) zur Vorwoche (206,25 EUR/t, Schlusskurs 11.03.2026, Juni-Kontrakt) weiter kräftig gestiegen. Aufgrund der Herstellung von Bioethanol aus Mais steigt der Kurs für dieses Getreide im Kontext mit den erhöhten Rohölpreisen stärker.

Die Rapsnotierung in Paris liegt aktuell bei 502,50 EUR/t (Schlusskurs 18.03.2026, Mai-Kontrakt) und verzeichnet einen deutlichen Preisrückgang von rund 10 EUR/t zur Vorwoche (512,25 EUR/t, Schlusskurs 11.03.2026, Mai-Kontrakt). Verantwortlich für den Rückgang aus Wochensicht ist der zwischenzeitliche Streit zwischen den USA und China, das einer der wichtigsten Abnehmer von Soja für die US-Farmer ist. Der Preisdruck auf die Sojakurse schlug sich auch auf Rapssaat nieder. 

Ebenso vom Iran-Krieg massiv betroffen sind die Düngemittelpreise. Die internationale Harnstoff (Urea)-Notierung an der CBoT liegt am 18.03.2026 bei 610 USD/t und übersteigt somit die Vorwoche von 594 USD/t (12.03.2026) und vor allem das Niveau vor Beginn des Iran-Krieges (465,50 USD/t, 27.02.2026).

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  • E-Mail:

    patrick.herz@ama.gv.at

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