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09.09.2026

Getreideerträge 2026 unter den Vorjahren

Die diesjährige AMA-Sommerertragserhebung bestätigt niedrigere Hektarerträge.

Das Ergebnis der diesjährigen AMA-Sommerertragserhebung bestätigt den bereits in der AMA-Pressekonferenz Anfang August prognostizierten Rückgang der Hektarerträge der meisten Getreidearten zum Vorjahresergebnis.

Die diesjährige Ernte zeigt bei den wichtigsten Kulturen insgesamt ein deutlich niedrigeres Ertragsniveau als im Vorjahr. Beim konventionellen Weichweizen wurden durchschnittlich 59,6 dt/ha erreicht, nach 69,1 dt/ha im Vorjahr. Besonders deutlich fällt der Rückgang in Niederösterreich aus: Im Hauptanbaugebiet wurden 53,8 dt/ha erzielt und damit 18% weniger als 2025 (65,8 dt/ha).

Am besten schnitt unter den im Sommer geernteten Getreidearten die Wintergerste ab. Mit 67,6 dt/ha profitierte sie von ihrer früheren Entwicklung und war den Hitzewellen weniger lange ausgesetzt als etwa der Weichweizen. Dennoch wurde auch hier das Niveau der vergangenen Jahre nicht erreicht. In Niederösterreich lag der Ertrag bei 58,3 dt/ha und damit unter dem Rekordwert von 68,2 dt/ha aus 2025. Oberösterreich konnte mit 78,6 dt/ha hingegen erneut ein sehr hohes Ergebnis erzielen, das nur knapp unter dem Vorjahresrekord liegt.

Besonders stark war der Ertragsrückgang bei der konventionellen Sommergerste. Mit 38,1 dt/ha blieb sie deutlich hinter den Ergebnissen der vergangenen Jahre zurück (53,0 dt/ha im Jahr 2025, 50,1 dt/ha im Jahr 2024). In Niederösterreich, dem wichtigsten Anbaugebiet, wurden 37,3 dt/ha erreicht. Kärnten kam auf 46,7 dt/ha und die Steiermark auf 52,2 dt/ha, wobei dort deutlich kleinere Produktionsflächen vorhanden sind.

Auch der Roggen konnte das Vorjahresniveau nicht halten. Der konventionelle Ertrag lag bei 49,6 dt/ha gegenüber 62,9 dt/ha im Vorjahr. Damit wurde zwar das Mehrjahrestief von 48,9 dt/ha aus 2024 leicht übertroffen, der Rückgang gegenüber 2025 ist jedoch deutlich. In Niederösterreich sank der Ertrag von 61,8 dt/ha auf 45,8 dt/ha.

Bei Triticale fällt die Entwicklung weniger stark aus. Mit 60,1 dt/ha liegt der diesjährige Ertrag zwar unter den 67,7 dt/ha aus 2025, aber über dem Ergebnis von 2024 (57,6 dt/ha).

Auch beim Ölraps zeigen sich deutliche Einbußen. Die Produktion konzentriert sich vor allem auf Niederösterreich und Oberösterreich. In Niederösterreich wurden 23,5 dt/ha erzielt, 18% weniger als im Vorjahr (28,5 dt/ha). In Oberösterreich fiel der Rückgang mit 21% noch stärker aus: Hier wurden 31,5 dt/ha gegenüber 40,1 dt/ha im Vorjahr erreicht.

Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse, wie stark sich die schwierigen Witterungsbedingungen auf das Ertragsniveau ausgewirkt haben. Während einzelne Kulturen und Regionen noch vergleichsweise gute Ergebnisse erzielen konnten, liegen die Erträge bei den meisten wichtigen Kulturen klar unter dem Vorjahresniveau.

Kontakt

Pressekontakt
  • Frau Dipl.-Ing. Sonja Steindl

    Marktinformation Getreide u. Ölsaaten

  • Telefon:

    +43 50 3151 7319

  • E-Mail:

    sonja.steindl@ama.gv.at

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Telefon: 050 3151 - 0

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