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03.07.2026

Marktlage EU: Speisekartoffeln

Wirtschaftlicher Druck reduziert Produktionsfläche der größten europäischen Produzentenländer für 2026

Produktionsfläche der größten europäischen Produzentenländer sinkt um rund 11 %

Die Anbaufläche für Speisekartoffeln in den NEPG*-Ländern (Belgien, Deutschland, Frankreich und Niederlande) wird zur Ernte 2026 voraussichtlich um rund 11 % gegenüber dem Vorjahr reduziert.

Nach offiziellen Angaben beträgt der Flächenrückgang in Belgien 16,6 %, in den Niederlanden 15,1 % und in Frankreich 9,7 %. Auch Schätzungen aus Deutschland bestätigen den rückläufigen Trend. Insgesamt wird die Anbaufläche von rund 604.100 ha im Vorjahr auf etwa 536.900 ha sinken.

Wirtschaftlicher Druck reduziert Kartoffelanbauflächen

Ausschlaggebend für die Flächenreduktion ist die wirtschaftlich schwierige Marktsituation der vergangenen Vermarktungssaison. Über weite Strecken lagen die Spotmarktpreise bei maximal 2,00 EUR/dt. und damit auf einem historisch niedrigen Niveau. Gleichzeitig wurden für die Ernte 2026 vergleichsweise niedrige Vertragspreise abgeschlossen, wodurch die Rentabilität des Speisekartoffelanbaus deutlich eingeschränkt wurde.

Trotz begrenzter wirtschaftlicher Alternativen im Ackerbau entschieden sich dennoch zahlreiche Erzeuger für eine Verringerung der Kartoffelanbaufläche. Damit soll das Angebot an die Marktnachfrage angepasst und das Marktgleichgewicht verbessert werden.

Witterung entscheidend für Ertrag und Qualität

Die tatsächliche Entwicklung der Erntemenge kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Entscheidend werden die Witterungsbedingungen in den kommenden Wochen und Monaten sein. Insbesondere die jüngste Hitzeperiode könnte die Ertrags- und Qualitätsentwicklung negativ beeinflussen.

*North-Western European Potato Growers

Zum Originalbericht (engl.)

Zur AMA Flächenauswertung Kartoffeln 2026

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  • Arthur Jorda-Renhardt BSc

    Marktinformation Obst u. Gemüse

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