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28.08.2026

Trockenheit begrenzt heimische Obst- und Gemüseernte

Erhebliche Ertragsausfälle erwartet, bundesweit weniger Äpfel, Gemüse leidet unter hohen Temperaturen, knappere Versorgung kann Preise stützen

Erhebliche Ertragsausfälle erwartet

Die außergewöhnliche Hitze und Trockenheit der letzten Monate führt im heimischen Obst- und Gemüsebau zu erheblichen Ertragsausfällen. Österreichweit wird bei Obst mit einer um rund ein Drittel geringeren Ernte gerechnet, im Gemüsebau werden durchschnittliche Einbußen von bis zu 45 % erwartet. Besonders betroffen sind die östlichen und südöstlichen Produktionsgebiete. Die regionalen Niederschläge brachten zuletzt nur punktuell Entspannung. Gleichzeitig gehen die Wasserreserven zunehmend zurück.

Bundesweit weniger Äpfel

Rund 80 % der heimischen Obstproduktion aus Erwerbsanlagen geht auf Äpfel zurück. Bei diesen führen Trockenheit und Hitze heuer zu kleineren Kalibern, niedrigeren Stückgewichten und teilweise vorzeitigem Fruchtfall. In der Steiermark wird die Apfelernte derzeit auf rund 90.000 Tonnen geschätzt und dürfte damit etwa 35 % unter dem Vorjahreswert liegen. Während bewässerte Anlagen überwiegend gute Qualitäten liefern, fällt auf trockenen Standorten ein höherer Anteil kleinerer oder nicht ausreichend marktfähiger Früchte an. Auch aus anderen Bundesländern werden deutliche Mindererträge gemeldet.

Gemüse leidet unter hohen Temperaturen

Im heimischen Gemüsebau führt die anhaltende Hitze und Trockenheit zu erheblichen Ertragseinbußen. Österreichweit wird von der Branchenvertretung mit durchschnittlichen Ausfällen von bis zu 45 % gerechnet, wobei sich die Situation je nach Kultur, Standort, Bodenbeschaffenheit und Bewässerungsmöglichkeit deutlich unterscheidet. Besonders betroffen sind Kulturen auf leichten Böden und Flächen ohne ausreichende Bewässerung.

Knappere Versorgung kann Preise stützen

Mit dem saisonalen Übergang auf Lagerobst und Lagergemüse ist von einem deutlich geringeren heimischen Warenaufkommen auszugehen. Insbesondere große Kaliber dürften knapp bleiben. Die geringeren Erntemengen sprechen grundsätzlich für stabilere bis festere Preise. Gleichzeitig könnte ein höherer Anteil kleinerer oder optisch beeinträchtigter Ware verstärkt in die Verarbeitung abfließen. Eine unmittelbare Gefährdung der Versorgung ist nicht zu erwarten, der Importbedarf könnte jedoch steigen.

Kontakt

Fachlicher Kontakt
  • Arthur Jorda-Renhardt BSc

    Marktinformation Obst u. Gemüse

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