Imkereiförderung - Allgemeine Informationen

Die Imkereiwirtschaft ist ein Sektor, dessen wichtigste Funktionen die Erzeugung von Honig und anderen Imkererzeugnissen sowie der Beitrag zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts sind.

Die Imkereiförderung wird über die Agrarmarkt Austria (AMA) abgewickelt. Imkerinnen und Imker können nach dieser Sonderrichtlinie Zuschüsse für Investitionen oder den Ankauf von imkerlichen Kleingeräten beantragen. Darüber hinaus werden einzelbetriebliche Beratungen im Rahmen des Honigqualitätsprogramms, spezielle Betriebsberatungen und Betriebserhebungen im Bereich der Bienengesundheit sowie die praktische Bekämpfung der Varroatose durch Sachverständige gefördert.

Das Förderprogramm für Imker basiert auf der Sonderrichtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur Verbesserung der Vermarktungsbedingungen von Bienenzuchterzeugnissen gemäß Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 im Zeitraum 01.08.2019 - 31.07.2022 (Sonderrichtlinie Imkereiförderung 2020 - 2022). Die Sonderrichtlinie dient zur Umsetzung des Österreichischen Imkereiprogrammes 2020-2022.

Das Österreichische Imkereiprogramm 2020 - 2022 hat daher folgende Ziele:

  • die Erhaltung einer gesunden, flächendeckenden Bienenhaltung und Imkereiwirtschaft,
  • die Sicherstellung der unverzichtbaren Bestäubungsfunktion der Bienen für die landwirtschaftlichen Nutzpflanzen und darüber hinaus für das gesamte Ökosystem,
  • die Weiterentwicklung und Verbesserung der Kenntnisse und Fähigkeiten der Imkerinnen und Imker, insbesondere auch in der biologischen Bienenhaltung,
  • die Weiterentwicklung und Verbesserung der hohen Produktqualität und Rückstandsfreiheit der Imkereiprodukte,
  • die Bekämpfung und Prävention von Bienenkrankheiten auf Grundlage des Österreichischen Bienengesundheitsprogrammes 2016,
  • Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Honigprodukte durch Zucht genetisch leistungsstarker und krankheitsresistenter Bienenvölker (Leistungsprüfung und Zuchtwertschätzung),
  • die Zusammenarbeit bei Forschungsprogrammen,
  • die Beobachtung des Marktes für Imkereiprodukte.

Diese Ziele sollen mit Hilfe folgender Fördermaßnahmen erreicht werden:


a) Technische Hilfe für Imker und Imkerorganisationen
 
  • Neueinsteigerförderung für Jungimkerinnen und Jungimker
  • Förderung für imkerliche Kleingeräte
  • Förderung für Investitionen in die technische Ausstattung
  • Förderung für Maßnahmen im Rahmen der "Netzwerkstelle Biene Österreich"*
  • Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen, die nicht direkt die Bienengesundheit betreffen*
b) Bekämpfung von Bienenstockfeinden und -krankheiten, insbesondere der Varroatose
 
  • Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich der Bienengesundheit*
  • Varroabekämpfung*
  • Betriebsberatung und -erhebung im Bereich der Bienengesundheit*
c) Rationalisierung der Wanderimkerei
 
  • Förderung für Investitionen in die technische Ausstattung
d) Maßnahmen zur Unterstützung der Analyselabors, die Bienenzuchterzeugnisse untersuchen, mit dem Ziel, die Imker bei der Vermarktung und Wertsteigerung ihrer Erzeugnisse zu unterstützen
 
  • Förderung für Laboruntersuchungen*
e) Unterstützung der Wiederauffüllung des Bienenbestands
 
  • Leistungsprüfung und Zuchtwertschätzung*
f) Zusammenarbeit mit Organisationen, die auf die Durchführung von Programmen der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Bienenzucht und der Bienenzuchterzeugnisse spezialisiert sind
 
  • Forschungsprojekte*
g) Marktbeobachtung
 
  • Marktbeobachtung*
*) Alle gekennzeichneten Fördermaßnahmen können nur über die Biene Österreich beantragt werden.

Biene Österreich
Dipl. Ing. Christian Boigenzahn
+43 676 770 31 57
office@biene-oesterreich.at

Finanzierung:


Die Förderungen im Rahmen des Österreichischen Imkereiprogrammes basieren auf einem von der EU genehmigten Jahresbudgetplan sowie einem vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (= BMLRT) festgelegten Budgetplan mit finanziellen Obergrenzen der einzelnen Fördermaßnahmen. Die finanziellen Mittel dafür stammen zu 50 % aus EU-, zu 30 % aus Bundes- und zu 20 % aus Landesmitteln.