Schulprogramm - Allgemeine Informationen

Die Europäische Union gewährt eine Unionsbeihilfe, um die Abgabe ausgewählter landwirtschaftlicher Erzeugnisse an Kinder in schulischen Einrichtungen bzw. Kinderbetreuungseinrichtungen und die Durchführung flankierender pädagogischer Maßnahmen und Kommunikationsmaßnahmen zu fördern.

Zweck dieser Maßnahmen ist es, den rückläufigen Verbrauch von frischem Obst und Gemüse sowie Konsummilch bei Kindern und Jugendlichen zu erhöhen. Die angebotenen Produkte sollen nach Kriterien wie Regionalität und Saisonalität und unter Bevorzugung der in der eigenen Region hergestellten Produkte ausgewählt werden. Die dadurch entstandenen kurzen Transportwege sollen die Treibhausgasemission geringhalten und die Flugtransporte reduzieren um damit den ökologischen Fußabdruck zu verringern.

Durch die Bereitstellung von Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukten soll Kindern in der Phase, in der deren Essgewohnheiten geprägt werden, gesunde Ernährungsgewohnheiten vermittelt werden. Es soll dabei auf die Qualität der Produkte wie deren Frische, Nährwert oder Rückverfolgbarkeit geachtet werden.

Im Rahmen der Produktlieferungen kann jährlich im Zeitraum September bis Oktober an maximal fünf aufeinander folgenden Tagen – im Zuge der Milch-Aktion Trinkmilch an Kinder abgegeben werden.  Begünstigte dieser Aktion sind Kinder, die eine Volksschule bzw. die entsprechenden Stufen der Sonderschule besuchen. Gefördert werden 100 % der Netto-Kosten.

Flankierende pädagogische Maßnahmen, wie Veranstaltung von Verkostungen, Exkursionen auf einen landwirtschaftlichen Produktions- und Verarbeitungsbetrieb, Anschaffung von Hochbeeten und Erstellung von Unterrichtsmaterialen sollen die Abgabe und Verteilung von Schulobst und -gemüse und Schulmilch unterstützen.

Kindern, die sich in einem für die Geschmacksbildung wichtigen Alter befinden, soll einerseits die Freude am Genuss von frischem Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukten vermittelt werden und andererseits die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Herkunft, Anbau und Herstellung von Lebensmitteln, Landwirtschaft und Umwelt im Rahmen von Verkostungen, Exkursionen und dem bewirtschaften von Hochbeeten nähergebracht werden.

Bei Verkostungen und Exkursionen kann ergänzend zur Wissensvermittlung auch eine breite Palette an landwirtschaftlichen Erzeugnissen und verarbeiteten landwirtschaftlichen Erzeugnissen angeboten werden. Der Schwerpunkt soll auf frischen unverarbeiteten Erzeugnissen liegen, die frei von Zusätzen sind und vorzugsweise vor Ort zubereitet werden.

Die Anschaffung von Hochbeeten stellt eine neue flankierende Maßnahme dar. Durch diese neue Maßnahme soll das Pflanzen und die Pflege von Obst und Gemüse durch Kinder und Jugendliche gefördert und gleichzeitig Wissen über Anbau, Pflege, Wachstum, Ernte von Obst- und Gemüsesorten, sowie ökologische Zusammenhänge vermittelt werden.

Zur Aufklärung von Kindern über Landwirtschaft, gesunde Essgewohnheiten und Umweltthemen, die mit der Produktion, der Abgabe und dem Verzehr von Obst- und Gemüseerzeugnissen sowie Milch und Milcherzeugnissen im Zusammenhang stehen, können Unterrichtsmaterialien erstellt und gefördert werden.