Aktuelles aus Brüssel

20.04.2018 Der Verwaltungsausschuss in Brüssel am 19. April 2018 verkaufte 24.000 t Magermilchpulver aus der Intervention

Im Verwaltungsausschuss der EU-Kommission wurde über eine hohe Milchanlieferung in der EU in den ersten 2 Monaten im heurigen Jahr berichtet. Vor allem in Deutschland, Frankreich und Italien sind die mengenmäßig größten Anstiege zu beobachten. Diese Mehrmengen an Milch wurden Jänner und Februar 2018 vor allem für die Produktion von Magermilchpulver  (9,4% Anstieg im Vergleich zum Vorjahr) verwendet.  Durch das hohe Milchaufkommen sinken gleichzeitig die Erzeugerpreise für Rohmilch in der europäischen Union.

Nach wie vor stellt das Magermilchpulver die Kommission vor eine große Herausforderung: zum einen die großen Magermilchpulverbestände in der öffentlichen Lagerhaltung von ca. 375.000 t zum anderen die weiterhin sinkenden Magermilchpulverpreise. Jetzt scheint sich in der Angebotslegung der EU-Verkaufsausschreibung des Magermilchpulvers aus der Intervention eine Trendwende abzuzeichnen. 90.000 t standen zum Verkauf bereit und für die gesamte Menge wurden Angebote eingereicht. Die Angebotspreise reichten von 170.50 bis 50,10 Euro/100 kg. Letztendlich wurden alle Angebote bis zu einem Preis von 105,10 Euro/100 kg akzeptiert und so die höchste Menge seit Beginn dieser Ausschreibung verkauft. Für die nächste Verkaufsausschreibung im Mai beschloss der Ausschuss die Menge um rund 48.000 t zu erhöhen, indem die Interventionsmengen, die vor dem 01.Mai 2016 eingelagert wurden, zum Verkauf freigegeben werden.

Gleichzeitig wurden auch Angebote zur Einlagerung von Magermilchpulver in die Intervention abgegeben, die die Kommission aber alle abgelehnt hat.

20.04.2018, DI da Silva Teixeira